Engagiert an der Linie: Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis spornte seine Akteure im Spiel gegen Sprockhövel immer wieder von der Seitenlinie aus lautstark an. - © Noah Wedel
Engagiert an der Linie: Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis spornte seine Akteure im Spiel gegen Sprockhövel immer wieder von der Seitenlinie aus lautstark an. | © Noah Wedel

Rödinghausen Der SV Rödinghausen beißt sich durch

Fußball-Regionalliga: Der SV Rödinghausen mobilisiert beim 2:1-Erfolg gegen die TSG Sprockhövel die letzten Reserven

Thomas Vogelsang

Rödinghausen. Das harte November-Programm liegt hinter dem SV Rödinghausen, und die sechs Spiele innerhalb von vier Wochen haben beim heimischen Fußball-Regionalligisten Spuren hinterlassen. Am Samstag beim Rückrundenauftakt gegen die TSG Sprockhövel war der Kräfteverschleiß spürbar - umso wichtiger war es, dass der SVR gegen das Schlusslicht dennoch durch den 2:1-Erfolg die Punkte am eigenen Platz behielt. "In der zweiten Halbzeit gingen einige Spieler deutlich auf dem Zahnfleisch", hatte auch Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis erkannt, wofür er vor allem das schwere Spiel drei Tage zuvor in Dortmund als Ausschlag gebend ansah. "Das hat auf tiefem Boden sehr viel Energie gekostet." Besonders die Spieler, die zuvor wegen Verletzungen mehr oder weniger lange pausiert hatten, bekamen das zu spüren. "Für Lennart Madroch war die Zeit zur Erholung viel zu kurz, was nach fast achtmonatiger Pause natürlich normal ist", begründete Nijhuis, warum er den 26-jährigen Rekonvaleszenten diesmal nicht mit im Kader hatte. Auch Fabian Kunze und Rouven Tünte, die in den letzten Wochen zeitweilig ausgefallen waren, waren nach rund einer Stunde platt, sodass der Coach einen Doppelwechsel vornahm. Dieser brachte den SVR zurück ins Spiel, nachdem Sprockhövel in der ersten Viertelstunde nach der Pause die Partie im Griff hatte und eigentlich hätte in Führung gehen müssen. Vor allem die ordnende Hand Edgar Bernhardts wurde nun aber das entscheidende Plus für die Gastgeber. "Dadurch hat auch Sebastian Jakubiak im zentralen Mittelfeld mehr Räume bekommen und wir haben wieder besser über die Flügel gespielt", befand Nijhuis. Wichtig war dem Coach aber vor allem die defensive Stabilität. "Wenn die Kräfte nachlassen, musst du das Spiel nicht selbst gestalten, sondern zuerst gut gegen den Ball arbeiten", betonte der Niederländer, der letztlich aber auch dem Gegner ein Kompliment zollte. "Sprockhövel hat nicht wie ein Schlusslicht gespielt, sondern wie ein Team aus dem Tabellenmittelfeld. Auch in punkto Physis haben sie sich gegenüber dem Hinspiel klar gesteigert." Aus dem eigenen Team bekam der etatmäßige Außenverteidiger Koray Kacinoglu ein Sonderlob, der diesmal an der Seite von Marcel Leeneman in der Innenverteidigung agierte. Nijhuis: "Da machen wir aus einem vermeintlichen Nachteil einen Vorteil. Koray ist nicht nur sehr vielseitig, sondern übernimmt auch eine Führungsrolle. Vor allem spricht er viel, das ist auf dem Platz das allerwichtigste. Denn dadurch bleibt Leben im Team."

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