Verl Wegen Knieverletzung: Thomas Fröbel wird Trainer beim TV Verl

Handball: Eigentlich wurde der Sportler nach dem letzten Spiel gegen TuRa Bergkamen verabschiedet. Er wollte beim Kreisrivalen TSG Harsewinkel noch einmal durchstarten. Sein Körper macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung

Dennis Bleck

Verl. Hinter Thomas Fröbel liegen ereignisreiche Wochen: Noch bevor der Abstieg des Handball-Verbandsligisten TV Verl feststand, war sein Wechsel zum Kreisrivalen TSG Harsewinkel fix. Der Linksaußen wollte beim frischgebackenen Oberliga-Aufsteiger noch einmal voll durchstarten. In der vergangenen Saison laborierte Fröbel an einem Kreuzbandriss, bis zum Sommer sollte der auskuriert sein. Dann kam der Schock: "Im Rahmen meiner Rehaphase ist der operierte Meniskus eingerissen und zudem zeichnet sich ein Knorpelschaden im Knie ab. Eine neue Operation ist notwendig", sagt Fröbel. Der Eingriff sei derzeit aber kein Thema, da sich der Handballer im Endstadium seines Studiums befinde. Der Wechsel zur TSG ist für Fröbel damit vom Tisch. "In diesem Fall ist die Verletzung ein Glücksfall für den TV Verl", sagt Handballobmann Andreas Guntermann, der Fröbel nach Bekanntwerden der Diagnose als Seniorentrainer gewinnen konnte. Co-Trainer wird Robert Voßhans. "Uns ist es gelungen, ein junges, motiviertes Trainerteam zu verpflichten, das mit vielen Ideen und einer guten Vernetzung den Neustart in der Landesliga antreibt", freut sich Guntermann über den Coup. Fröbel will auf die Jugend setzen "Thomas ist die perfekte Besetzung der Trainerposition zum richtigen Zeitpunkt", lobt auch der scheidende Trainer Hubertus Neuhaus die Qualitäten seines Nachfolgers. Er ist froh, dass eine Lösung gefunden wurde, die es ihm ermöglicht, ins zweite Glied zurück zu treten. Aufgrund der beruflichen Belastung sei es für ihn unmöglich, den Anforderungen an ein längerfristiges Traineramt gerecht zu werden. Fröbel freut sich bereits auf seine neuen Aufgaben: "Robert und ich haben nach dem Ausscheiden von Sören Hohelüchter bereits rund fünf Wochen die Mannschaft trainiert. Die Zusammenarbeit hat uns beiden damals schon viel Spaß gemacht." In Zukunft will das Gespann vor allem auf die Jugend setzen. Zwei Talente für den TV Verl Zur neuen Saison konnte mit Philip Eliasmöller ein großes Rückraumtalent zurück an den Ölbach geführt werden. Eliasmöller, Jahrgang 2000, hat eine Saison in der Jugendbundesliga bei der JSG NSM-Nettelstedt gespielt und bereits die Verler A-Jugend in die Oberliga geführt.Weiter wird der Kader mit Timon Kreft (1999) aus den eigenen Reihen gestärkt. "Der ein oder andere A-Jugendliche wird sich im Laufe der Vorbereitung und der Saison immer mal im Trainingsbetrieb der Herren wiederfinden", kündigt Fröbel zudem an. Obmann Guntermann ist stolz auf das, was beim TV Verl derzeit entsteht: "Diese Handballabteilung macht einfach Spaß", sagt "Gunnar", weil sich "zunehmend zahlreiche Verler Urgesteine finden, die Verantwortung für den weiteren Weg übernehmen." Auch Ex-Trainer Neuhaus findet lobende Worte für den Charakter seiner ehemaligen Spieler: "Ihnen ist es hoch anzurechnen, dass sie nach dem Abstieg dem TV Verl nicht verlassen haben und den Angeboten anderer Vereine erlegen sind." Beim TV Verl sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

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