Meistermannschaft: Die Isselhorster Handballer sind noch nicht satt. Sie wollen jetzt auch noch ohne Verlustpunkt aufsteigen. Fotos: Henrik Martinschledde - © Henrik Martinschledde
Meistermannschaft: Die Isselhorster Handballer sind noch nicht satt. Sie wollen jetzt auch noch ohne Verlustpunkt aufsteigen. Fotos: Henrik Martinschledde | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Meister "TV Isselhorst" feiert ausgelassen

Handball: Landesligist TV Isselhorst sichert sich mit einem 29:25-Sieg gegen Ibbenbüren schon am fünftletzten Spieltag den Titel und den Verbandsliga-Aufstieg. Trainer Dirk Elschner lobt seine „einmalige Mannschaft“

Uwe Kramme

Gütersloh. Standing Ovations in den letzten drei Spielminuten, Konfettiregen und Meistertanz: Die Handballer des TV Isselhorst feierten am Samstag mit dem 39:25-Sieg gegen die Ibbenbürener Spvg. bereits am fünftletzten Spieltag die Meisterschaft in der Landesliga, Staffel 2. „Gib mir ein A, gib mir ein U, gib mir ein Aufsteiger, gib mir ein Verbandsliga, gib mir ein Danke Dirk, gib mir . . . .“ Torhüter Tobias Linke dirigierte meisterhaft den Tribünenchor und brachte gleichzeitig die auf dem Hallenboden sitzenden Mitspieler auf Touren, ehe dieendlich zu einem fröhlichen, ausgelassenen, erleichterten „Humba Täterä“ aufspringen durften. Es folgten die „Welle“ und der „Diver“, eine Wasserdusche für Teammanager Guido Marquardt sowie jede Menge Glückwünsche und Danksagungen. Die süßeste bekam Christoph Harbert. Der Torjäger hatte mit dem 33:24 den 777. Treffer seiner Mannschaft in dieser Saison erzielt. Dafür gab es eine Torte, natürlich in Turnerblau mit weißer Zuckerguss-Beschriftung. „Schnecke“, der trotz einer noch nicht ganz ausgeheilten Fußverletzung „an diesem großen Tag“ unbedingt dabei sein wollte, bedankte sich mit einem Versprechen. „Jetzt wollen wir alle Wertungen gewinnen: Bester Angriff, beste Abwehr, bester Torschütze.“ Ehe sich das Geschehen aus der Halle in den Vorraum verlagerte und in Isselhorst eine ganz lange Partynacht begann, unterstrich auch Benny Martinez-Royo den ungestillten Ehrgeiz der Meisterspieler: „Das ist heute erst Teil eins der Feier, denn jetzt wollen wir auch unbedingt ohne Verlustpunkt in die Verbandsliga aufsteigen.“ In die Partie gegen Schlusslicht Ibbenbüren waren die Isselhorster mit 21 Siegen in 21 Spielen und als haushoher Favorit gegangen. Trotzdem war die Anspannung greifbar. Coach Dirk Elschner musste nach dem aufgeregten Start beim Stande von 6:6 eine Auszeit nehmen, um seine Truppe auf Kurs zu bringen. „Gerade in so ein Spiel muss man einbringen, was man kann.“ Bis zum 21:10-Pausenstand konzentrierten sich die Gastgeber auch ein bisschen mehr. Nach dem Wechsel waren sie bis zum 25:21 gedanklich wohl schon am Bierstand, um dann doch noch einen standesgemäßen Sieg herauszuwerfen. Guido Marquardt holte vier Minuten vor dem Abpfiff die Meistershirts aus der Asservatenkammer, und nach Spielschluss verteilte er auch noch die passenden Käppis. Dirk Elschner schwärmte da schon von seiner tollen Truppe. „Wie diese Jungs zusammenhalten und im Training mitziehen, das ist einmalig.“ Für den TVI-Coach war der Erfolg zwar durch den starken Kader vorprogrammiert, aber keineswegs selbstverständlich. „Wir haben uns viel erarbeitet und auch mehr trainiert als alle anderen in dieser Liga.“ TV Isselhorst: Linke, Gräwe – Martinez (7), F. Grabmeir (4), Gregor (6), Ziemba, Reckmann (2), Strothenke (1), Harbert (7/1), Marquardt, M. Grabmeir (8), Unkell (1).

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