Kraftprotz: Leon Feisel war in der Landesligasaison ein zuverlässiger Punktesammler für den KSV Gütersloh. - © Henrik Martinschledde
Kraftprotz: Leon Feisel war in der Landesligasaison ein zuverlässiger Punktesammler für den KSV Gütersloh. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Zwei Gütersloher Ringer für die Deutsche Meisterschaft nominiert

Landesverband NRW nominiert Leon Feisel und Leon Schneider für die nationalen Titelkämpfe im griechisch-römischen Stil

Uwe Kramme

Gütersloh. Für Pasquale Cariglia hat sich der große Aufwand für das Training in dieser Saison jetzt so richtig gelohnt. "Denn Leon Feisel und Leon Schneider haben sich für die Deutsche Meisterschaft im Ringen qualifiziert", teilte der Chefcoach des KSV Gütersloh stolz mit. Ausschlaggebend für die Berufung der beiden Landesligaringer waren aber nicht nur die Ergebnisse bei der Landesmeisterschaft im Februar, sondern vor allem der gute Eindruck, den sie beim Nominierungs- Lehrgang in der Sportschule Hennef hinterlassen haben. "Bei Leon Schneider haben wir ja schon ein bisschen damit gerechnet, dass er zu den Titelkämpfen der A-Jugendlichen vom 13. bis 15. April nach Pirmasens fahren darf", berichtet Cariglia. "Schließlich hat er sich ja mit drei Siegen in drei Kämpfen überlegen die Landesmeisterschaft in der 55-kg-Klasse gesichert." Bei Leon Feisel lagen die Dinge etwas anders, denn der wurde in der Gewichtsklasse bis 71 kg nur Vierter, nachdem er gegen Iris Ibaev aus Witten und Mehdi Nazarov aus Mülheim verloren hatte. "Aber die beiden sind als Ausländer bei einer DM nicht startberechtigt, obwohl sie auf Landesebene Erster und Dritter geworden sind", erklärte der KSV-Trainer. "Weil Leon auf dem Lehrgang überzeugt hat, darf er jetzt trotzdem am Wochenende bei der DM in Lautenbach auf die Matte." Für Cariglia hat sich deshalb ausgezahlt, dass Feisel für das Ringen sogar das geliebte Fußball spielen beim A-Ligisten BW Gütersloh etwas zurückgestellt hat. "Aber ich bin vielleicht der Falsche, um ihn in dieser Beziehung zu noch mehr Konzentration aufzufordern, denn ich habe es ja zu meiner Zeit nicht anders gemacht", sagte der ehemalige Zweitligaringer und Kreisliga-Fußballer.

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