Einweisung: Manuel Mühlbrandt hat den Spielern der TSG Harsewinkel aufgezeigt, was für eine Chance sie in dieser Verbandsligasaison haben. - © Henrik Martinschledde
Einweisung: Manuel Mühlbrandt hat den Spielern der TSG Harsewinkel aufgezeigt, was für eine Chance sie in dieser Verbandsligasaison haben. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Tolle Chance für Harsewinkler Handballer

Handball: Verbandsligist TSG Harsewinkel empfängt am heutigen Dienstag den Tabellendritten SuS Oberaden zu einem vorentscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Oberliga. Anwurf: 19.30 Uhr

Uwe Kramme

Harsewinkel. Weil in der Handball-Verbandsliga, Staffel 1, jeder jeden schlagen kann, aber kaum einer LiT Tribe Germania II ist es zu einem Schneckenrennen um den Aufstieg gekommen. Denn der souveräne Spitzenreiter (30:8 Punkte) ist ja nicht aufstiegsberechtigt, weil seine erste Mannschaft in der Oberliga spielt. "LiT ist eine Klasse für sich und wird auf jeden Fall Meister", stellte Manuel Mühlbrandt nach der am Ende klaren 23:31-Niederlage seiner TSG Harsewinkel (22:14 Punkte) im Spitzenspiel am Samstag fest. "Aber was dahinter passiert, das ist für mich völlig offen", fügte der Trainer des Tabellenvierten hinzu. Während der Vizemeister direkt aufsteigt, wenn es bei der aktuellen Tabellenkonstellation bleibt, winkt dem Rangdritten ein Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Verbandsliga, Staffel 2, um den Aufstieg. "Voraussetzung dafür ist allerdings, dass kein westfälischer Verein aus der 3. Bundesliga absteigt. Weil Lemgo II das Wasser da schon bis zum Hals steht, ist es eher unwahrscheinlich, dass es so weit kommt", erklärt Mühlbrandt. Die besten Karten im Kampf um Platz zwei halten für den Harsewinkeler Coach TuRa Bergkamen (24:14 Punkte) und SuS Oberaden (23:13 Punkte). "Aber wir würden ganz bestimmt auch nicht nein sagen zur Oberliga, wenn wir es schaffen sollten." Ob die heiße Mischung der TSG Harsewinkel aus talentierten Eigengewächsen wie Jonas Kalter und abgebrühten Routiniers wie Johnny Dähne tatsächlich dies tolle Chance wahrnehmen kann, entscheidet sich für "Mühle" am heutigen Dienstag im Nachholspiel gegen SuS Oberaden. "Wir werden alles geben" Eigentlich sollte diese Partie am 3. Februar stattfinden, doch die Schiedsrichter aus Minden konnten im dichten Schneetreiben nicht anreisen. Anschließend vermochten sich Mühlbrandt und sein alter Kumpel aus gemeinsamen Zweitligazeiten, der Oberadener Spielertrainer Alexandros Katsigiannis, nicht auf einen Nachholtermin zu einigen. Staffelleiter Harald Tiemann (Hille) sprach deshalb das von beiden ungeliebte Machtwort: "Dann eben am 13. März". "Hoffentlich kommen die Zuschauer auch an einem Dienstagabend, denn wir brauchen ihre Unterstützung unbedingt", bangt Mühlbrandt jetzt. Einer der Gründe, warum seine sonst so begeisterungsfähige Truppe letzten Samstag nicht so richtig in die Hufen kam, war für ihn nämlich ganz klar die fehlende Stimmung in der Halle: "Da saßen vielleicht vierzig Leute, das war wie bei einem Trainingsspiel und genau so sind wir auch angefangen." Dass seine Mannschaft aber an ihre Leistungsgrenze gehen muss, um sich gegen SuS Oberaden zu behaupten, steht für den Harsewinkeler Coach außer Frage. "Denn Kollege Katsigiannis hat eine sehr starke, sehr erfahrene Mannschaft zusammen." Herausfordern kann die TSG Harsewinkel den Tabellendritten mit seinen Shootern Tim Fehring und Fabian Lauber (jeweils 103 Treffer) mit ihrem kompletten Kader. "Wir werden alles geben und alles versuchen", verspricht Mühlbrandt. "Und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt, an diesem Diens- tag und am Saisonende."

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