Enttäuschung: Andre Hesse, Dmytro Bruy und der wegen einer Knieverletzung zum Zuschauen verurteilte Kapitän Alexander Busche wussten sofort, was die Niederlage gegen die HSG Altenbeken/Buke für den TV Verl bedeutet. - © Henrik Martinschledde
Enttäuschung: Andre Hesse, Dmytro Bruy und der wegen einer Knieverletzung zum Zuschauen verurteilte Kapitän Alexander Busche wussten sofort, was die Niederlage gegen die HSG Altenbeken/Buke für den TV Verl bedeutet. | © Henrik Martinschledde

Verl TV Verl steht vor dem Abstieg in die Landesliga

Handball: Verbandsligist verliert richtungweisendes Spiel um den Klassenerhalt nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit ebenso klar wie verdient

Uwe Kramme

Verl. Hubertus Neuhaus hatte das Spiel seines TV Verl gegen die HSG Altenbeken/Buke als "richtungweisend im Abstiegskampf" deklariert. Nach der 22:28-Niederlage gegen die mit nun 18:20 Punkten auf Rang acht vorgerückten Gäste am Samstag steht fest, wo die Reise für das Schlusslicht (9:27 Punkte) hingeht, zumal die direkten Konkurrenten HSG Hüllhorst (11:27) und HSG Porta (14:24) wieder gepunktet haben: In die Landesliga. Über die Gründe für die Niederlage musste der Verler Coach nicht lange nachdenken: "Wir finden auf den Halbpositionen im Angriff zu wenig statt." Stimmt, ist aber noch nicht die ganze Wahrheit, denn über die Außenpositionen entwickelten die Hausherren sogar gar keine Torgefahr. Auch der schnelle Gegenstoß, früher eine Waffe des TV Verl, funktionierte erst in der Schlussphase, als die Abwehr dank der Manndeckung von Jan-Hendrik Schott gegen Benedikt Goesmann bissiger spielte und mehr Ballgewinne hatte. Albert Kreismann, der endlich mitspielen durfte, konnte die die auch deshalb nutzen, weil die bis dahin hoch motivierten Gäste in ihrem Rückzugsverhalten zu schludern begannen. Es hat halt viele Gründe, warum der TV Verl mit 434 Treffern den schlechtesten Angriff der Liga stellt. In den ersten dreißig Minuten wirkten die Gastgeber zudem wie gelähmt und brachten bis zum 3:8 durch Tim Reithage in der ersten Viertelstunde ganze zwei Treffer zustande. Die Gründe waren offensichtlich: Statt den Ball schnell zu machen, um die 6:0-Abwehr der Gäste in Bewegung zu bringen und dann auf die Nahtstellen zu stoßen, um den Nebenmann in Position zu bringen, oder die Rückraumspieler zum Sprungwurf zu holen, versuchten es die Verler mit halbherzigen Durchbruchsversuchen und abenteuerlichen Kreisanspielen. Wie es geht zeigten die über Goesmann, Schröder und Schadomsky viel Zug zum Tor entwickelnden Gäste. Immerhin, nach dem Seitenwechsel beim Stande von 7:14 fighteten die von Schott geführten Verler. Die Steigerung reichte, um die zweite Halbzeit mit einem Tor zu gewinnen, aber die Hypothek aus dem ersten Abschnitt war einfach viel zu hoch.

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