Taktikfuchs: Hubertus Neuhaus weiß, was der TV Verl machen müsste, um den Weg zum Klassenerhalt zu finden. Doch bislang hapert es noch mit der Umsetzung. Einem Sieg unter dem neuen Coach stehen drei Niederlagen entgegen. - © Henrik Martinschledde
Taktikfuchs: Hubertus Neuhaus weiß, was der TV Verl machen müsste, um den Weg zum Klassenerhalt zu finden. Doch bislang hapert es noch mit der Umsetzung. Einem Sieg unter dem neuen Coach stehen drei Niederlagen entgegen. | © Henrik Martinschledde

Verl Richtungweisendes Spiel für die Verler Handballer

Verbandsligist TV Verl braucht unbedingt einen Sieg gegen den Tabellenelften HSG Altenbeken/Buke, um endlich vom Abstiegsplatz wegzukommen

Uwe Kramme

Verl. Während die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, die HSG Hüllhorst (9:27 Zähler) und die HSG Porta (12:24), gepunktet haben, kassierte der TV Verl (9:25) am 18. Spieltag der Handball-Verbandsliga eine 20:28-Schlappe beim Kreisrivalen TSG Harsewinkel. Am 19. Spieltag steht der Tabellenvorletzte deshalb in der Partie gegen die HSG Altenbeken-Buke (16:20) am Samstag mächtig unter Druck. "Für mich ist es das Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt", sagt Hubertus Neuhaus sogar und fügt leise hinzu: "Es wäre besser, wir würden es gewinnen." Der Verler Coach hat bei diesem frommen Wunsch nicht nur das eigene Punktekonto und den Dreikampf mit Porta und Hüllhorst im Auge, sondern auch die Ausgangslage für den Gegner: "Die Paderborner kommen nicht, um sich unsere Halle anzugucken. Die wissen ganz genau, dass sie bei einem Sieg aus der Abstiegsgeschichte so gut wie raus sind." Nach der Analyse der Niederlage in Harsewinkel kam Neuhaus zu zwei Schlüssen. "Erstens war nicht alles schlecht, wohl aber die jeweils letzten zehn Minuten in beiden Halbzeiten. Zweitens haben wir viel zu viele Fehler gemacht." Vor allem die Abschlussschwäche - der TV Verl stellt mit nur 412 Treffern den schlechtesten Angriff der Liga - gibt Neuhaus zu denken. Seine Hoffnungen gelten den Rückraumspielern Andre Hesse und Dymtro Bruy. Der Halbrechte erwischte in Harsewinkel einen rabenschwarzen Tag und traf nur ein Mal. Dem zweimal erfolgreichen Halblinken war deutlich anzumerken, dass er noch Zeit braucht, um in die Mannschaft hineinzufinden. Neuhaus kann deshalb nur hoffen, dass der im Februar nachverpflichtete Zweimeter-Mann aus der Ukraine künftig für mehr einfache Tore sorgt: "Den Armzug dafür hat er." Um Bruy, Thilo Vogler und Hesse in bessere Wurfpositionen zu bringen, fordert der Verler Coach, Spiel und Ball schnell zu machen und so Lücken in der gegnerischen Deckung zu schaffen. Allerdings findet er es schwierig, sein Team auf die HSG Altenbeken/Buke einzustellen. "Bei diesem Gegner mit seinen vielen routinierten Spielern weiß man nie, was einem blüht. In Harsewinkel haben sie mit einer ganz starken Leistung gewonnen, und letzte Woche haben sie nur mit Ach und Krach einen Punkt gegen Spradow geholt."

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