Vereinstreue: Erwin Lohde, Burkhard Lohde, Andreas Becker, Hansi Bernicke (v.l.) und Margret Reiling gehören SW Marienfeld seit 40 Jahren an. - © Markus Nieländer
Vereinstreue: Erwin Lohde, Burkhard Lohde, Andreas Becker, Hansi Bernicke (v.l.) und Margret Reiling gehören SW Marienfeld seit 40 Jahren an. | © Markus Nieländer

Harsewinkel Mitglieder von SW Marienfeld fordern Renovierung der Umkleidekabinen

Aus den Versammlungen: Schwarz-Weiß Marienfeld zählt 1.374 Sportler in zehn Abteilungen. Führungsteam um den Vorsitzenden Jürgen Garnschröder wird einstimmig wiedergewählt

Markus Nieländer

Harsewinkel. Die Mitglieder des Sportvereins Schwarz-Weiß Marienfeld setzen auf Kontinuität in der Vorstandsarbeit. Bei der Jahreshauptversammlung am Montag wurde das Führungsteam um den Vorsitzenden Jürgen Garnschröder einstimmig in seine zweite Amtszeit geschickt. Mit Carina Lohde wurde zudem ein weiteres Vorstandsmitglied als Beisitzerin gewonnen. Zentraler Punkt der zweistündigen Versammlung war die Diskussion über die 40 Jahre alten, von Schimmel befallenen Umkleiden am Sportplatz Ruggebusch. Die Mitglieder wünschten sich einen Neubau oder eine Renovierung nebst Erweiterung, denn vier Kabinen würden bei zwölf eigenen Fußballmannschaften nicht mehr ausreichen. Erst recht nicht, wenn auch noch andere Sportler oder gar die Teilnehmer an der am Sonntag mit dem Rekordergebnis von 360 Teilnehmern zu Ende gegangenen Winterlaufserie die Räume mitbenutzen. "Den Schiedsrichtern steht eine eigene Kabine mit Dusche zu. Die können wir aber nicht stellen. Deshalb kann es uns passieren, dass Spiele gar nicht angepfiffen werden", unterstrich Garnschröder die Dringlichkeit der Forderung aus Sicht der Fußballer. "Zudem haben wir keine Lagerräume für unsere Materialien. Im Winter frieren uns in den Containern die Bälle kaputt und die Leibchen verschimmeln", erklärte der SWM-Chef. "Ich befürworte die Einschaltung eines Bausachverständigen, um den Sanierungsbedarf zu ermitteln." Garnschröder konnte sich indes vorstellen, dass ein Neubau aus energetischen Gründen mehr Sinn macht. Zweites Sorgenkind ist die Sportanlage Kuhteich. "Wir haben keine Toiletten und keine Unterstellmöglichkeit. Zudem glaube ich, dass wir mittlerweile der einzige Verein im Kreis Gütersloh sind, der die Sportabzeichenprüfung auf einem Ascheplatz abhält, weshalb einige auch nicht mehr teilnehmen", berichtete Obmann Reinhard Peitsch. Ein Wechsel auf den Sportplatz Ruggebusch wäre aus seiner Sicht die logische Konsequenz. Die Statistik wies Ende 2017 mit 1.374 Mitgliedern vier weniger aus als vor Jahresfrist. Dafür fiel die Bilanz von Kassierer Ulrich Nüßing umso erfreulicher aus. Bei Einnahmen von 253.340 Euro und Ausgaben von 249.109 Euro erwirtschaftete der Verein einen Überschuss von 4.230 Euro. Bei den Wahlen wurden deshalb neben Garnschröder (Vorsitzender), auch Sabine Homeyer (Stellvertreterin), Thomas Krieft (2. Stellvertreter), Ulrich Nüßig (Kassierer), Klaus Birwe (Beisitzer) und Susanne Schmid (Beisitzerin) einstimmig bestätigt. Die Goldene Vereinsnadel für 40 Jahre Treue bekamen Margret Reiling, Andreas Becker, Hansi Bernicke, Burkhard Lohde und Erwin Lohde. Eine besondere Auszeichnung wurde Rainer Strototte und Matthias Westhoff zuteil. Der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletik-Kreisverbandes Gütersloh, Reinhard Mainka, zeichnete den Chef und den Kassierer der SWM-Laufgruppe für ihr jahrelanges Engagement mit der Silbernen Verdienstnadel mit Urkunde des FLVW aus. Viel Beifall gab es auch für Klemens Tiekmann als Sportler des Jahres im Verein. Der 59-Jährige ist seit 30 Jahren Betreuer der zweiten Fußball-Mannschaft und immer als Helfer dabei, wenn es in der Abteilung oder in der Laufgruppe etwas zu tun gibt.

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