Paderborn/Gütersloh Nervenstarke Franziska Rehkemper springt über 1,70 Meter

Leichtathletik: Bei den OWL-Jugendmeisterschaften in Paderborn gewinnt der Nachwuchs der LG Kreis sieben Titel. Julian Borgelt von der DJK Gütersloh muss ohne Konkurrenz über 800 Meter laufen und verpasst die DM-Norm knapp

Wolfgang Temme

Paderborn/Gütersloh. Franziska Rehkemper sorgte mit ihrem Hochsprung über 1,70 Meter für das herausragende Resultat der Gütersloher Leichtathleten bei den den OWL-Hallenmeisterschaften der Jugend in Paderborn. Die 17-jährige Rietbergerin steigerte ihre persönliche Bestleistung als U20-Meisterin um zwei Zentimeter und scheiterte an der DM-Norm von 1,73 Meter nur recht knapp. Erstaunlich auch ihre Nervenstärke: Die letzten vier Höhen meisterte sie jeweils erst im dritten Versuch. Der Schützling von Trainer Ferdi Schumacher holte sich mit 5,27 Meter im Weitsprung noch einen zweiten Titel. Weitere U20-Siege für die LG Kreis schafften im Ahorn-Sportpark auch die Harsewinkelerin Verena Schneider im Dreisprung (9,89 m) und die Gütersloherin Fenia Hölscher im Kugelstoßen (10,06 m). Die Wiedenbrückerin Johanna Westermann musste ihren Versuch, über 60 Meter Hürden zum Sieg und zur DM-Quali zu sprinten, im Vorlauf vor der letzten Hürde wegen einer Verletzung abbrechen. Die Rietbergerin Janika Peitzmeier war nach der schnellsten Vorlaufzeit (9,29 Sek.) dann die Favoritin, musste jedoch wegen Rückenproblemen auf das Finale verzichten. Mit Celina Warkentin war eine weitere Top-Athletin schon im Vorfeld ausgefallen. Zu allem Überfluss verlor das ersatzweise zusammengestellte U20-Quartett über 4 x 200 Meter beim letzten Wechsel auch noch den Staffelstab und wurde disqualifiziert. Bei den U18-Mädchen wurde die Clarholzerin Anna Deitert doppelte Vizemeisterin: Im Weitsprung erreichte sie 4,97 Meter, und über 60 Meter Hürden (Finale 9,68 Sek.) stellte sie im Vorlauf mit 9,65 Sekunden einen persönlichen Rekord auf. Julian Borgelt (DJK) wollte im U20-Wettbewerb über 800 Meter eigentlich die DM-Norm attackieren (1:59,20 Min.). Der Herzebrocker musste das Rennen aber ohne entsprechende Konkurrenz alleine von der Spitze laufen und gewann in 2:01,20 Minuten. OWL-Meister im Stabhochsprung wurde in dieser Alters- klasse der Harsewinkeler Patrick Nikel. "Da sieht man, dass er im Winter gearbeitet hatte", lobte Trainerin Tanja Rolle-Sichau nach dem gelungenen Flug über 4,20 Meter die Einheiten mit Spezialcoach Alexander Sczyrba. Ein Ausrufezeichen setzte sie selbst hinter Nikels 7,46 Sekunden im 60-Meter-Sprint, mit denen ihr Schützling Dritter wurde. Johannes Robers, der bei John Mfilu in Harsewinkel trainiert, wurde Zweiter im Dreisprung mit 12,30 Meter und Dritter im Hochsprung mit 1,80 Meter. Beim männlichen U18-Nachwuchs gingen zwei Titelgewinne auf das Konto von Sven Füchtjohann. Der Rietberger siegte im Hochsprung mit 1,86 Meter und scheiterte erst an der neuen persönlichen Bestmarke von 1,89 Meter. Im Weitsprung triumphierte er mit 6,26 Meter. Vizemeister in dieser Altersklasse wurde der Gütersloher Alexander Moors mit 2:09,40 Minuten über 800 Meter. Weitere Ergebnisse: Weibliche Jugend U20, 60 Meter: 4. Johanna Westermann 8,07 Sek., 7. Fenia Hölscher 8,41 Sek.; Hoch: 2. Luisa Rehkemper 1,51 m, Weit: 3. Luisa Rehkemper 4,71 m. Weibliche Jugend U18, 60 Meter Hürden: 3. Hannah Baumjohann 9,76 Sek.;, 6. Jule Temme 10,15 Sek.; Hoch: 3. Verena Schneider 1,59 m, 4. Janika Peitzmeier 1,59 m, 6. Jule Temme 1,56 m; Weit: 4. Lilly Kahmann 4,86 m; 5. Hannah Baumjohann 4,62 m, 6. Careen Kitzig 4,42 m. Männliche Jugend U18, 60 Meter: 4. Tom Kleikemper 7,53 Sek., 6. Moritz Oesterhelweg 7,67 Sek.; 200 Meter: 3. Moritz Oesterhelweg 24,40 Sek.

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