Pechvogel: Nachdem ihn im Vorfeld eine Erkältung um die Teilnahme am Trainingslager gebracht hatte, wurde David Westhoff-Wittwer bei der Cross-Weltmeisterschaft in Valkenburg durch einen technischen Defekt gebremst. - © NW
Pechvogel: Nachdem ihn im Vorfeld eine Erkältung um die Teilnahme am Trainingslager gebracht hatte, wurde David Westhoff-Wittwer bei der Cross-Weltmeisterschaft in Valkenburg durch einen technischen Defekt gebremst. | © NW

Gütersloh Radsport: Defekt beendet die Träume von David Westhoff-Wittwer

David Westhoff Wittwer vom RSV Gütersloh muss sich beim U19-Rennen der Cross-Weltmeisterschaft in Holland mit dem 48. Platz zufrieden geben

Markus Nieländer

Gütersloh. Für David Westhoff-Wittwer vom RSV Gütersloh platzten beim wichtigsten Cross-Rennen der Saison schon nach ein paar Metern alle Träume. Der 17 Jahre alte Deutsche Vizemeister fiel bei der Junioren-Weltmeisterschaft, die am Samstag im niederländischen Valkenburg ausgetragen wurde, durch einen technischen Defekt weit zurück. "Ich hatte einen relativ guten Start erwischt und lag auf Position zwanzig, als mir ein anderer Starter bei der Einfahrt ins Gelände seitlich ins Hinterrad und ans Schaltwerk gefahren ist. Dadurch hat sich die Kette meines Rades verkantet und ich habe zwanzig bis dreißig Sekunden gebraucht, um sie wieder zum Laufen zu kriegen", schilderte der Gymnasiast die Situation, die ihn so weit zurückgeworfen hatte. "Ich habe dann zwar versucht, noch in der ersten Runde möglichst viele Plätze gut zu machen, aber meine Beine waren dann nicht mehr so gut und ich musste das Tempo wieder rausnehmen", berichtete die Nachwuchshoffnung des RSV Gütersloh nach dem zwölf Kilometer langen Rennen durch knöcheltiefen Matsch bei Temperaturen von drei Grad und heftigem Wind. Mit Platz 48 unter 87 Startern und vor allem mit 5:38 Minuten Rückstand auf den neuen Junioren-Weltmeister Ben Tulett aus England, der nach 41:19 Minuten finishte, blieb Westhoff-Wittwer deutlich hinter seinen Erwartungen zurück. "Mein Ziel war ein Platz unter den Top-15, und das war auch realistisch", erklärte der Nationalfahrer. Im Vorfeld der WM hatte er allerdings wegen einer hartnäckigen Erkältung ein einwöchiges Trainingslager des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) auf Mallorca absagen müssen. "Mein Ziel war ein Platz unter den Top-15" Obwohl es nicht gereicht hatte, seine Juniorenzeit mit dem erhofften Topergebnis abzuschließen, konnte David Westhoff-Wittwer schon am Sonntag wieder lachen. "Das WM-Rennen hat ja auch trotz allem Spaß gemacht, denn da waren unglaublich viele Zuschauer an der Strecke, die einen angefeuert und Stimmung gemacht haben", erzählte der von der Atmosphäre beeindruckte RSVer. Der Blick auf die neue Cross-Saison fiel auch deshalb optimistisch aus: "In der Altersklasse U 23 habe ich vielleicht wieder eine Chance." Doch zunächst steht für David Westhoff-Wittwer nach einer kurzen Pause die Straßensaison 2018 mit den nationalen Meisterschaften und den Rennen in der Junioren-Bundesliga auf dem Programm. Das vierköpfige Juniorenteam des BDR konnte sich in Holland immerhin über ein Topergebnis freuen. Der Deutsche Meister Tom Lindner fuhr in der letzten Runde noch auf Platz vier vor und kam bis auf vier Sekunden an den Drittplatzierten Ryan Kamp (Niederlande) heran. "Tom ist ein ganz starkes Rennen gefahren, da hätte ich nicht mithalten können", zollte Westhoff-Wittwer dem Dauerrivalen seinen Respekt.

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