Aufholjagd: Nach einem eher schwachen Start überholte Lisa Steinlage in Dortmund (fast) alle Konkurrentinnen, lief als Zweite ins Ziel und sicherte sich mit der Zeit von 8,62 Sekunden einen Startplatz bei den deutschen Meisterschaften über 60 Meter Hürden. - © Tom Finke
Aufholjagd: Nach einem eher schwachen Start überholte Lisa Steinlage in Dortmund (fast) alle Konkurrentinnen, lief als Zweite ins Ziel und sicherte sich mit der Zeit von 8,62 Sekunden einen Startplatz bei den deutschen Meisterschaften über 60 Meter Hürden. | © Tom Finke

Gütersloh Lisa Steinlage sprintet im dritten Anlauf zur DM

Leichtathletik: Siebenkämpferin Lisa Steinlage von der LG Kreis Gütersloh ist am 17. Februar in Dortmund als westdeutsche Vizemeisterin im Hürdensprint dabei

Wolfgang Temme

Gütersloh. Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei vergeblichen Anläufen bei den Westfalen- und den OWL-Meisterschaften gelang Lisa Steinlage von der LG Kreis Gütersloh mit ihrer letzten Chance bei den NRW-Titelkämpfen in Dortmund die ersehnte Qualifikation für die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften. Die 24-jährige Rietbergerin ("Ich hätte es gerne weniger spannend gemacht") unterbot die vom DLV auf 8,75 Sekunden festgelegte Norm über 60 Meter Hürden schon bei ihrem Vorlaufsieg in 8,67 Sekunden und steigerte sich im Finale auf 8,62 Sekunden. Als Vizemeisterin hinter der haushohen Favoritin Monika Zapalska (TV Wattenscheid, 8,42 Sek.) erreichte Steinlage die bestmögliche Platzierung, obwohl das Rennen nicht optimal lief. "Mein Start war eine Katastrophe", urteilte die Athletin aus dem Gefühl heraus und sah dies bei der Videoanalyse mit Trainer Andreas Schulze bestätigt: "An der ersten Hürde waren alle anderen fast einen Meter voraus." Dann aber holte Lisa Steinlage bravourös auf und distanzierte bis ins Ziel sogar die drittplatzierte Jennifer Köhne (Siegerland, 8,77 Sek.) noch klar. Bei der DM, die am 17. Februar ebenfalls in der Helmut-Körnig-Halle stattfindet, will sie ihre 2017 in Leverkusen aufgestellte persönliche Bestzeit von 8,60 Sekunden attackieren. Obwohl sie erkältet war, ging die Siebenkampfspezialistin vier Stunden nach dem Hürdenfinale auch noch über 200 Meter an den Start. "Wenn ich schon mal da bin, kann ich auch laufen", erklärte sie in bester Mehrkämpfer-Manier. Von Erfolg gekrönt, war der Lauf durch die engen Radien auf Bahn 2 aber nicht. Mit 25,85 Sekunden kam die Rietbergerin ("In der zweiten Kurve wäre ich fast auf die Nase gefallen") nur auf Rang 13. Düsterhöft lässt nur dem WM-Fünften Przybylko den Vortritt Für die beste Platzierung der LG Kreis Gütersloh in Dortmund sorgte Zehnkämpfer Andre Düsterhöft. Nachdem er im Wettbewerb über 60 Meter Hürden durch einen Fehlstart schon im Vorlauf ausgeschieden war, katapultierte er sich im Hochsprung über 2,01 Meter. Damit belegte der 24-jährige Löhner Rang zwei hinter keinem Geringeren als dem WM-Fünften Mateusz Przybylko (Bayer Leverkusen), der erst bei 2,10 Meter in den Wettbewerb einstieg und mit 2,28 Meter gewann. Auch Marvin Gregor kam bei den Männern auf einen Medaillenrang. Der 24-jährige Isselhorster wurde Dritter im Stabhochsprung mit 4,60 Meter und Vierter im Hürdenfinale mit 8,62 Sekunden. Im U20-Jugendbereich feierte die LG Kreis Gütersloh eine weitere DM-Qualifikation. Janika Peitzmeier steigerte sich nach 9,18 Sekunden (Vorlauf) im Finale des Hürdenwettbewerbs als Drittplatzierte auf 9,08 Sekunden und unterbot damit um zwei Hundertstel die Norm für die Ende Februar in Halle (Saale) stattfindenden Titelkämpfe. Im Hochsprung lief es für die 16-Jährige aus Bokel mit 1,54 Meter (Rang 15) dagegen nicht gut. Auch die Clarholzerin Celina Warkentin war mit ihrem Hürdenlauf in 9,44 Sekunden, womit sie das Finale verpasste, nicht zufrieden. Die Rietbergerin Franziska Rehkemper freute sich als Dritte im Hochsprung über 1,64 Meter. Für die beste U18-Platzierung sorgte die 4 x 200-Meter-Staffel mit Kevin Moor, Moritz Oesterhelweg, Tom Kleikemper und Alexander Moors, die sich mit 1:39,17 Minuten Rang vier erkämpfte. Moor (7,56 Sek.) und Kleikemper (7,59 Sek.) stellten im 60-Meter-Vorlauf persönliche Rekorde auf, ohne damit ins Finale einzuziehen. Auch für die Hürdenläuferinnen Anna Deitert (9,81 Sek.) und Hannah Baumjohann (10,08 Sek.) reichte es nicht zum Weiterkommen.

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