Tempo: Verbandsligist TSG Harsewinkel, hier Jonas Kalter bei einem Konter, drehte auch im Pokalwettbewerb auf und fand erst im Oberligavertreter Sf Loxten seinen Meister. - © Henrik Martinschledde
Tempo: Verbandsligist TSG Harsewinkel, hier Jonas Kalter bei einem Konter, drehte auch im Pokalwettbewerb auf und fand erst im Oberligavertreter Sf Loxten seinen Meister. | © Henrik Martinschledde

Kreis Gütersloh Handballer der TSG Harsewinkel Dritter in der Kreispokal-Endrunde

Verbandsligist dominiert Viertelfinalgruppe mit TV Verl und der HSG Gütersloh, scheitert dann aber an den Sf Loxten. Kreisverband sieht Pokalwettbewerb auf dem richtigen Weg

Uwe Kramme

Kreis Gütersloh. Die Sf Loxten haben es am Sonntag nicht geschafft, den Handball-Kreispokal zu verteidigen. Nachdem sich der Oberligist im Halbfinale mit 18:13 gegen die TSG Harsewinkel durchgesetzt hatte, wurde er beim 11:12 im Endspiel vom kampfstarken Landesligavertreter TuS Brockhagen überrascht. Weil der als Titelverteidiger und Oberligist ebenfalls favorisierte TV Verl schon im Viertelfinale scheiterte, lief es auch bei den Frauen (siehe Text auf dieser Seite) nicht programmgemäß, denn am Ende jubelte mit der TG Hörste ein Bezirksligavertreter. Als Gewinner fühlte sich nach der Endrunde auch der Handball-Kreisverband Gütersloh. "Wir sind auf dem richtigen Weg", stellte Vorstandsmitglied Heinz-Hermann Jerrentrup auf der fast vollen Tribüne der Versmolder Sparkassen-Arena zufrieden fest: "Das einstige Mauerblümchen Pokalwettbewerb blüht auf." Auch 2019 dürfte die Endrunde in der schönsten Sporthalle des Kreises stattfinden. Nachdem die Sf Loxten dreimal in Folge ein guter Gastgeber waren, hätte sich bislang nur die Spvg. Versmold um die Ausrichtung beworben, so Jerrentrup. Eine gute Pokal-Endrunde spielte die TSG Harsewinkel. "Sportlich war das eine wertvolle Vorbereitung auf das am Samstag anstehende schwere Punktspiel gegen die HSG Altenbeken/Buke. Obwohl er den Tabellenzweiten der Verbandsliga "15 Minuten lang auf Augenhöhe mit Loxten" gesehen hatte, konnte sich Manuel Mühlbrandt aber nicht so recht über die schon am Samstag in der souverän beherrschten Viertelfinalgruppe bewiesene gute Form im neuen Jahr freuen. "Wenn wir diesen Auftritt mit dem Ausfall von Florian Bröskamp bezahlen müssen, dann ist der Preis zu hoch", schwante "Mühle" nichts Gutes, als sein Rückraumspieler ohne gegnerische Einwirkung umgeknickt war. Weil Bröskamp am Samstag wegen seiner Rückenprobleme gefehlt hatte und Kevin Brown am Sonntag passen musste, während die Routiniers Sebastian Dreiszis, Sebastian Hilla sowie Stefan Hobnerkamp krank oder verhindert waren und Marius Pelkmann noch im Aufbautraining ist, vermisste Mühlbrandt Alternativen, um die Loxtener durch Umstellungen richtig herauszufordern. Zudem ärgerte er sich, dass die Jungs sich mal wieder durch Lässigkeiten und Unkonzentriertheiten um ein besseres Ergebnis gebracht hätten. Immerhin registrierte der TSG-Coach schon am Samstag zufrieden: "Wir können auch 6:0 decken." Gefordert wurden die Harsewinkeler in ihrer Viertelfinalgruppe aber nur vom TV Verl. Der Ligarivale träumte nach dem Anschlusstreffer von Andre Hesse zum 8:9 allerdings etwas zu sehr vom Ausgleich. "Wir haben uns den ein oder anderen Ballverlust zu viel erlaubt", ärgerte sich Thomas Fröbel, dass die Gastgeber beim 12:9 mit zu vielen leichten Toren, zu einem etwas zu klaren Sieg gekommen seien. Fröbel bereitet das Verler Verbandsligateam nach dem Ausscheiden von Chefcoach Sören Hohelüchter Ende 2017 zusammen mit Robert Voßhans interimsmäßig auf den Wiederbeginn der Serie am Samstag mit dem Heimspiel gegen SuS Oberaden vor. Beide gaben sich nach dem Pokalauftritt schon deshalb optimistisch, weil alle Spieler zur Verfügung stehen. Etwas Zuversicht für das Jahr 2018 hätte in der Harsewinkeler Viertelfinalgruppe auch der dritte "Südkreisvertreter" gerne gesammelt. "Ein Sieg gegen den Bezirksligisten Spvg. Versmold - das wäre es zum Abschluss", sagte Fabian Diekmann, der den Tabellenletzten der Landesligastaffel 1 in Abwesenheit von Trainer Uwe Walter und Teammanager Matthias Kollenberg betreute, nach den glatten Niederlagen gegen Verl und Harsewinkel. Doch der Wunsch des verletzten Spielers nach dem ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison erfüllte sich nicht. Die Gütersloher, die zwar endlich auf Dejan Skoric (Schulter-Operation zurückgreifen konnten, denen aber neben Diekmann auch noch Julian Schicht (verhindert) und Eugen Rogalski (verletzt) fehlten, kamen nur zu einem 10:10.

realisiert durch evolver group