Schmerzhaft: Kreisläuferin Jasmin Zimmermann landete nach diesem Sprungwurf unsanft auf dem brockhagener Hallenboden und wurde noch nicht einmal mit einem Tor belohnt. - © Henrik Martinschledde
Schmerzhaft: Kreisläuferin Jasmin Zimmermann landete nach diesem Sprungwurf unsanft auf dem brockhagener Hallenboden und wurde noch nicht einmal mit einem Tor belohnt. | © Henrik Martinschledde

Kreis Gütersloh Handballerinnen des TV Verl scheiden im Viertelfinale des Kreispokals aus

Bezirksligist Wiedenbrücker TV erreicht im Kreispokal der Frauen das Halbfinale und ist damit des beste „Südkreis“-Vertreter. Oberligist Verl muss am Dienstag schon im westfälischen Pokalwettbewerb ran

Uwe Kramme

Kreis Gütersloh. Heinz-Hermann Jerrentrup aus dem Vorstand des Handball-Kreisverbandes entschuldigte sich fast schon für die Viertelfinalgruppe mit dem Oberligisten TV Verl und den beiden Verbandsligavertretern TuS Brockhagen und SpVg. Steinhagen: „Natürlich haben wir die auch ausgelost." Die Experten waren sich sogar schon einig: „Wer die Vorrunde in Brockhagen gewinnt, der wird auch Pokalsieger." Am Ende jubelten jedoch ein Bezirksligist. Die Handballerinnen der TG Hörste, die im Viertelfinale bereits den Landesligisten HSG Rietberg-Mastholte rausgekegelt hatten, schlugen den favorisierten Brockhagenerinnen mit 14:13 ein Schnippchen. Stolze Zuschauerinnen in der Versmolder Sparkassen-Arena waren die Spielerinnen des Wiedenbrücker Turnvereins. „Der vierte Platz ist doch ein wunderbarer Erfolg für uns", freute sich Manfred Grote. „Vielleicht bringt das ja noch einmal einen Schub", hoffte der Trainer des Tabellenvorletzten in der Bezirksliga. „Gebrauchen könnte ihn dieses nach dem Abstieg aus der Landesliga neu aufgebaute Team." Warum die Wiedenbrückerinnen im Halbfinale gegen Brockhagen und im Spiel um Platz drei gegen Versmold chancenlos waren, lag für Grote im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand: „Meine Damen spielen sonst nie mit Harz und deshalb wurde die fehlende Durchschlagskraft im Angriff noch offensichtlicher." Dass es nicht zur Titelverteidigung gereicht hatte, nahm Falk von Hollen nach dem Pokal-Aus des TV Verl am Samstag gelassen hin. „Wir haben heute zum ersten Mal seit dem letzten Punktspiel vor Weihnachten wieder an den Ball gepackt, deshalb war nicht mehr zu erwarten." Erschwerend kam für den Trainer des Oberligisten hinzu, dass er mit Josi Löbig (Urlaub) und Lara Blumenfeld (krank) auf zwei Leistungsträgerinnen völlig verzichten musste, während Theresa Hayn erst zur zweiten Partie eintraf und die Aushilfen aus der zweiten Mannschaft naturgemäß Zeit brauchten, um sich in den Abläufen zurechtzufinden. Der Verler Coach machte indes kein Hehl daraus, dass er in der Vorbereitung seiner Mannschaft gerne schon viel weiter wäre, denn bereits am Freitag geht es in der Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen den TSV Oerlinghausen weiter. Als eine weitere gute Möglichkeit sich dafür einzuspielen, sieht von Hollen die nächste Pokalaufgabe. Bereits am morgigen Dienstag um 19.45 Uhr muss der TV Verl im westfälischen Wettbewerb beim Verbandsligisten Westfalia Kinderhaus antreten. Gegner in der nächsten Runde wäre dann der starke Ligarivale TV Netphen.

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