Nachwuchsarbeit: Beim TuS Friedrichsdorf lernen die jungen Mädchen nicht nur das Bewegen an Geräten, sondern auch die darstellerische Komponente des Turnens. - © Henrik Martinschledde
Nachwuchsarbeit: Beim TuS Friedrichsdorf lernen die jungen Mädchen nicht nur das Bewegen an Geräten, sondern auch die darstellerische Komponente des Turnens. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh TuS Friedrichsdorf präsentiert unterhaltsame Turnshow

Trainerin Kristina Schröder strebt perspektivisch wieder die Gauliga an

Henrik Martinschledde

Gütersloh. Die Friedrichsdorfer Sporthalle "Alte Ziegelei" verwandelte sich am dritten Advent in ein Wunderland und zwar in das berühmteste der Literaturgeschichte, nämlich das des kleinen Mädchens Alice. Teetassen flogen durch die Luft, weiße Kaninchen hoppelten über den Boden und zweibeinige "Spielkarten" wirbelten alles durcheinander. Warum? Ganz einfach: "Alice im Wunderland" war das Motto des diesjährigen Schauturnens, mit dem die Turnabteilung des TuS Friedrichsdorf den Zuschauern zwei unterhaltsame und spannende Stunden schenkten. In den Monaten zuvor hatten die Mädchen ein Programm einstudiert, in dem alle berühmten Elemente des Klassikers von Lewis Carroll aus dem Jahre 1865 vorkamen und mit turnerischem Einfallsreichtum auf dem Hallenboden präsentiert wurden. Genau wie in der Vorlage sparten die kleinen und großen Protagonistinnen dabei nicht mit Paradoxa und Absurditäten. Bei der chaotischen Teeparty des verrückten Hutmachers und des Märzhasen flog das Porzellan im hohen Bogen durch die Luft. Wild und völlig durcheinander geriet die große Verfolgungsjagd, bei der die Mädchen über den Schwebebalken hechteten und sich am Stufenbarren entlang hangelten. Wer im Publikum die Geschichte nicht mehr ganz im Gedächtnis hatte, dem half Timo Landherr mit seiner humorvollen Moderation des Wirrwarrs in der Halle. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde es wieder ernst, denn die Jüngsten aus der Anfängergruppe zeigten genau wie die Wettkampfturnerinnen Übungen aus ihrem Training und dem Liga-Programm. Ob Sprung, Schwebebalken, Stufenbarren oder Boden - die Zuschauer bekamen einen spannenden Eindruck davon, wie anspruchsvoll der Turnsport ist. Gerade die schweren Übungen der Leistungsklasse 3, die Maja Buchta, Lara Landherr und Inga Biermann präsentierten, sorgten für Staunen auf der Tribüne. Zusammen mit Franzi Tweer, Pia Lakamp und Lena Rosalewski bilden die drei das Aushängeschild des TuS Friedrichsdorf. Anfang Dezember schlossen sie die Bezirksligasaison als Dritte ab. Perspektivisch strebt Trainerin Christina Schröder wieder die Gauliga an. Das Team befindet sich allerdings im Aufbau. Nach dem Abgang einiger Leistungsträgerinnen und der schwierigen Trainingssituation 2016 als die "Alte Ziegelei" als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, musste sich die Turnabteilung quasi neu aufstellen. Mittlerweile sind wieder 40 Mädchen dabei. Neben Christina Schröder leitet Sophia Weihermann die Trainingseinheiten. Unter- stützt werden sie von den Helferinnen Katharina Schröder, Franzi Tweer und Julia Laske.

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