Gastspielerin: In der Sommersaison, als in den USA Semesterferien waren, schlug Monika Gredzinski für das Verbandsligateam des TC Kaunitz auf. - © Henrik Martinschledde
Gastspielerin: In der Sommersaison, als in den USA Semesterferien waren, schlug Monika Gredzinski für das Verbandsligateam des TC Kaunitz auf. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Monika Gredzinski fühlt sich "wie ein kleiner Profisportler"

Tennis: Die 18-jährige Herzebrockerin studiert seit 2016 in den USA und ist begeistert von den Möglichkeiten, die ihr die University of Wisconsin bietet

Uwe Kramme

Gütersloh. Im November 2015 hatte Monika Gredzinski das ersehnte Stipendium von der Shorter University in Rome im südöstlichen Bundesstaat Georgia bekommen. Anfang Januar 2016 verabschiedete sich die damals 18 Jahre alte Tennisspielerin aus Herzebrock "ziemlich aufgeregt" in die USA. "Ein Traum wird wahr", stand als Titel über der Geschichte, die Monika Gredzinski der NW über ihren Wunsch, in den Staaten Sport und Studium zu verbinden, eine andere Sprache sowie Land und Leute kennenzulernen, erzählte. Gut zwei Jahre später ist die Herzebrockerin in den USA schon fast zu Hause. Sie studiert jetzt an der University of Wisconsin-Green Bay, im Nor- den Amerikas. Zumindest bezüglich des Wetters muss sie sich im Vergleich zu Deutschland nicht mehr so umstellen: "Hier ist es auch eher regnerisch und kalt." Das hat auch Konsequenzen für ihren Sport. "Natürlich kann ich in Green Bay nicht mehr ganzjährig draußen Tennis spielen, sondern spiele hier die meiste Zeit indoor." Sportlich gesehen habe sich der Wechsel aber gelohnt, sagt sie, denn nun spielt sie in der Horizon-Leauge, einem Zusammenschluss aus zehn Universitäten. "Das bedeutet für mich mehr Training, härtere Matches und mehr Reisen - aber auch, dass ich eine bessere Kondition für die Regeneration, das Training und die Wettkämpfe brauche." Das Training beginnt morgens noch vor Sonnenaufgang. "Danach habe ich Schule, Krafttraining mit dem Team, wieder Schule und abends Stretching oder Teammeetings. Dazwischen wird gelernt und gegessen, aber für das alles ist hier sehr gut gesorgt", so die junge Tennisspielerin. "Wir bekommen zum Beispiel viele Anweisungen zu unserer Ernährung. Und die Ärzte passen anhand monatlicher Analysen auf unsere körperliche Verfassung auf." Auch nach zwei Jahren staunt sie noch über den Stellenwert, den der Universitätssport in den USA genießt. "Der Teamspirit, die Liebe zur eigenen Universität würde ich mit der Bedeutung vergleichen, den der Fußball in Deutschland genießt." Doch eine Ausnahme gibt es. Die 100.000-Einwohner-Stadt Green Bay ist bekannt für die Packers, eine in der National Football-League erfolgreichen Mannschaft. "Die Stimmung ist atemberaubend. Haben die Packers ein Spiel, ist die ganze Stadt in Aufruhr. Man kann wirklich sagen, Gamedays sind wie Feiertage." Die Universität zählt zehntausend Studenten und bietet Monika Gredzinski daher viele Gelegenheiten, Menschen und Kulturen kennenzulernen. "Vor allem sei es für sie großartig, mit rund 300 anderen Athleten aus diversen Sportarten ein Leben als "kleiner Profisportler" zu führen. Dafür ist die Universität sehr gut ausgestattet: Schwimmbäder, Fitnesscenter, spezielle Räume für Konditions- und Krafttraining, Angebote wie Yoga, Stretching und Pilates würden die Auswahl schwer machen. Sie könne nur jedem, der darüber nachdenkt, zu dem Sprung in die USA raten, sagt Monika Gredzinski.

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