Heimsieg: Begleitet von Trainer Thomas Heidbreder gewann Melanie Genrich den „Zehner“. - © Henrik Martinschledde
Heimsieg: Begleitet von Trainer Thomas Heidbreder gewann Melanie Genrich den „Zehner“. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Marlena Götza wechselt zur SV Brackwede

Beim "Zehner" wird sie mit 42:35 Minuten Fünfte

Wolfgang Temme

Gütersloh. Von der Beteiligung her stand der „Zehner" mit 216 Finishern klar im Schatten des Halbmarathons, doch die Siegerzeiten waren deutlich hochwertiger. Schnellster Läufer war mit dem erst 16-jährigen Clemens Erdmann vom TSVE Bielefeld eines der aktuell größten Talente in Deutschland. Er gewann sein erstes 10-Kilometer-Rennen überhaupt in 32:47 Minuten, was ihm einen Top-10-Platz in der nationalen U18-Bestenliste einbringen wird. Erdmann ist mit 8:38,71 Minuten der jahresschnellste 3.000-Meter-Läufer seiner Altersklasse. Den Start in Gütersloh hatte ihm übrigens Bundestrainer Pierre Ayadi (Dortmund) empfohlen, mit dem er letzte Woche als DLV-Kaderathlet im Trainingslager in Italien war. Dass er so schnell laufen würde, hatte allerdings niemand erwartet. „Ich hatte ihm eine Zeit von 33:20 Minuten zugetraut", freute sich sein Vater Christof Schlüter. Bester heimischer Läufer war Pierre Danelak. Der 30-Jährige, der nach seinem Wechsel von TriSpeed Marienfeld zur SV Brackwede ab 1. Januar für seinen neuen Verein starten darf, wurde Fünfter mit 35:46 Minuten. »Ich bin gar nicht kaputt, aber die Beine wollten irgendwie nicht« Bei den Frauen feierte Melanie Genrich einen Heimsieg. Begleitet von ihrem Trainer Thomas Heidbreder begnügte sich die seit 2016 für die SV Brackwede startende Gütersloherin mit 39:52 Minuten. „Das war ein netter Lauf", sagte die 39-Jährige. Zuwachs erhält der Brackweder Laufstall ab 2018 von einer weiteren heimischen Läuferin. Marlena Götza von der LG Burg Wiedenbrück trainiert bereits in der Heidbreder-Gruppe mit. Gestern lief es für die 24-Jährige, die nach Bielefeld gezogen ist, nicht optimal. „Ich bin gar nicht kaputt und könnte noch mal zehn Kilometer laufen, aber die Beine wollten irgendwie nicht", sagte Götza, nachdem sie mit 42:35 Minuten Fünfte geworden war.

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