Florian Bröskamp erzielte fünf Treffer für die TSG Harsewinkel. - © Henrik Martinschledde
Florian Bröskamp erzielte fünf Treffer für die TSG Harsewinkel. | © Henrik Martinschledde

Kreis Gütersloh TSG Harsewinkel gewinnt in Verl mit 26:22

Kreisderby in der Handball-Verbandsliga war am Freitagabend eine überraschend spannende Sache

Uwe Kramme

Verl. Die TSG Harsewinkel hat den Sieg im Kreisderby der Handball-Verbandsliga beim TV Verl ihrer guten Deckungsleistung zu verdanken. Beim leistungsgerechten 26:22 überzeugten die jungen Gäste vor gut 250 Zuschauern gestern Abend aber nicht in dem von ihnen so geliebten, offensiven Abwehrverband. Den Ausschlag gab nach dem 11:11 zur Pause die von den Ex-Zweitligaspielern Johnny Dähne (im Tor) sowie Sebastian Dreiszis und Moritz Schneider dirigierte, gute alte 6:0-Grundaufstellung. „Die Jungs haben sich den Hintern aufgerissen, aber unsere Quote war zu schlecht“, räumte Sören Hohelüchter die Probleme der Gastgeber, sich im Positionsangriff durchzusetzen, ein. „Allerdings hat man auch gemerkt, dass uns im Rückraum die Alternativen fehlen“, ergänzte der Verler Coach, der vor allem Thomas Fröbel vermisste. Der torgefährlichste Verler, der wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt, hatte in der Pause indes noch hoffnungsvoll festgestellt: „Die Jungs machen das gut, und Alexander Greitens zeigt eine starke Torwartleistung, hier ist was drin.“ Tatsächlich hatten sich die Verler nach einem anfänglichen 1:4-Rückstand über Laufbereitschaft und Passsicherheit immer wieder gegen die offensiv deckenden Harsewinkeler durch- und zum 6:5 und 8:7 abgesetzt. Manuel Mühlbrandt reagierte, stellte in einer Auszeit auf die 6:0-Abwehr um. Die TSG legte prompt zum 10:8 vor, kam aber nicht weiter weg. Denn die Verler kämpften verbissen und Andre Hesse nutzte endlich einmal seine Möglichkeiten aus der 2. Reihe als Alexander Greitens den Harsewinklern Öttking und Schneider mehrere freie Würfe weggenommen hatte. „Ich verstehe nicht, warum meine Jungs mit der Favoritenrolle wieder nicht zurechtkommen, so viele Chancen liegen lassen und so oft unkonzentriert sind“, wunderte sich der Harsewinkeler Coach und war froh, dass es zur Pause wenigstens unentschieden stand. Nach Mühlbrandts „etwas lauten Kabinenansprache“, spielten die Gäste mit größerer Power und ließen mit ihrer starken Abwehrleistung den TV Verl für jedes Gegentor richtig malochen. Mit dem 15:14 durch Florian Bröskamp gingen sie wieder in Führung, konnten sich jedoch erst mit dem 23:20 durch den stark aufdrehenden Benjamin Doherty deutlicher absetzen und trotzdem war erst allles klar, als die Verler Alexander Busche und Hendrik Schott nacheinander auf der Strafbank verschwanden. „Vier Tore Unterschied ist für dieses Spiel zu deutlich, denn ich fand, dass wir einen Punkt verdient hatten“, urteilte Sören Hohelüchter. Kollege Manuel Mühlbrandt reklamierte zwar einen verdienten Erfolg für seine Mannschaft. Er relativierte jedoch: „Mit den Punkten bin ich sehr zufrieden, mit der Leistung nur teilweise.“Statistitk TV Verl: Greitens, Schmidt – Busche (2), Voss, Kreismann (5/2), Trapphoff (1), Hesse (2) Erichlandwehr, Wiese (6/1), Bode (1), Schott, Jogereit (5), TSG Harsewinkel: Kaup, Dähne – Schüpping (3), Öttking (2/1), Hilla (1), Doherty (4), S. Bröskamp (4), Schneider (1), Kalter (3/1), F. Bröskamp (5), Dreiszis, St. Claire (1), Pelkmann (2).

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