Tordrang: Sven Bröskamp steuerte fünf Treffer zum Sieg der TSG Harsewinkel bei. - © Henrik Martinschledde
Tordrang: Sven Bröskamp steuerte fünf Treffer zum Sieg der TSG Harsewinkel bei. | © Henrik Martinschledde

Lokalsport Gütersloh Handball Verbandsligist TSG Harsewinkel feiert verdienten Auftaktsieg

Handball: St. Claire, Dähne und die Bröskamps bieten starke Leistungen. Extrem offensive Abwehr steht glänzend

Uwe Kramme

Harsewinkel. „Einundvierzig auf zweiundvierzig ist gleich neunzehn zu vierzehn." Hans Feuß ist zwar ein ehemaliger Lehrer, aber dass er als Hallensprecher die Besucher des Handball-Verbandsligaspiels TSG Harsewinkel – TSV Hahlen am Samstag mit Rechenaufgaben unterhielt, so weit ging die Liebe zur alten Profession dann doch nicht. Dafür war der Schlagabtausch auf dem Spielfeld ja auch viel zu schnell und viel zu spannend. Feuß, einst Torhüter des Regionalligisten TSG Altenhagen, beschrieb mit seiner Zahlenspielerei einen Aspekt des verdienten Heimsieges. Denn die Nummer 41, Torwart-Oldy Johnny Dähne, avancierte mit drei abgewehrten Siebenmetern sowie etlichen Paraden gegen Hahlens Torjäger-Linksaußen Luca Höltkemyer zum großen Rückhalt seiner jungen Truppe und fütterte die Nummer 42, Malik St. Claire, mit Konterpässen. Mit sechs Treffern war der junge Rechtsaußen neben dem zweiten Routinier im Team, Florian Öttking, der alle „Marken" und einen wichtigen Konter zum 27:23 setzte, der beste Schütze der TSG. Ein anderer Grund für den vielversprechenden Saisonstart war die ungemein offensive und aggressive Abwehrarbeit der Hausherren. Aus einer 3:2:1-Grundformation heraus wurden die Hahlener oft schon an der Mittellinie attackiert.„Na-türlich kannst du das nicht sechzig Minuten durchhalten", räumte Manuel Mühl-brandt ein. Zu Beginn der 2. Halbzeit wechselte der TSG-Coach mit Rene Hilla und Moritz Schneider zwei weitere Routiniers aber nicht nur deshalb ein, weil St. Claire eine Pause brauchte, sondern auch weil Florian Bröskamp nach zwei Zeitstrafen die Tribüne drohte. Auf die dynamischen Durchbrüche von „Flo" Bröskamp konnte die TSG aber genauso wenig verzichten, wie auf die krachenden Würfe des ebenfalls fünfmal erfolgreichen Sven Bröskamp. „Toll wie sich die beiden in den Dienst der Mannschaft gestellt haben", strahlte Mühlbrandt. Bei allem Bedauern, dass weder die 15:10-Pausenführung, noch der 19:14-Vorsprung ausgereicht hätten, um den Sack frühzeitig zuzumachen, überwog beim TSG-Coach die Erleichterung. „Ich hatte schon befürchtet, dass ich selber spielen muss, als sich Benny Doherty unter der Woche kurzfristig in den Urlaub abgemeldet, Marius Pelkmann sich wieder den Fuß gebrochen und sich Sven Bröskamp einen Bänderriss zugezogen hatte."

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