Gütersloh Gütersloher TV übernimmt Dalkelauf

Leichtathletik: 36. Auflage des "Klassikers" findet am 25. März 2018 in unveränderter Form statt. FLG unterstützt den GTV

Wolfgang Temme

Gütersloh. Die Zukunft des Gütersloher Dalkelaufs ist gesichert. Der Gütersloher TV übernimmt die Veranstaltung von der FLG Gütersloh, die sich personell nicht mehr in der Lage gesehen hatte, den Lauf zu organisieren. "Ein Traditionslauf wie der Dalkelauf darf nicht verloren gehen", erklärte die GTV-Vorsitzende Sabine Röhrs gestern, als sie den Wechsel in der Verantwortung mit dem FLG-Vorsitzenden Werner Huch öffentlich besiegelte. Die 36. Auflage soll am 25. März 2018 in unveränderter Form mit Start und Ziel am Reinhard-Mohn-Berufskolleg stattfinden. In diesem Jahr waren dort 510 Teilnehmer gezählt worden, wobei der Halbmarathon vier Wochen vor dem Hermannslauf mit 220 Finishern wieder die größte Anziehungskraft hatte. Angeboten werden außerdem Läufe über 10 und 5 Kilometer sowie Walking und ein Schülerlauf. Ins Leben gerufen wurde der Dalkelauf 1993 durch Rudolf Junker. Er führte ihn bis 1998 als Privatier durch und spendete den Erlös der Krebsstation des Städtischen Krankenhauses, bis er im Dezember 2000 im Alter von 67 Jahren einem Krebsleiden erlag. Die Freizeitlaufgruppe um Matthias Maurer führte den Lauf seit 1999 weiter. Weil sich nach der 35. Austragung im März dieses Jahres der seit 2009 als Cheforganisator tätige Wolfgang Vahrenhorst aus privaten und beruflichen Gründen verabschiedete und mit Sabine Hildebrand eine weitere Mitarbeiterin aus dem Orga-Team ausschied, ohne dass für beide Nachfolger zur Verfügung standen, sah sich die FLG nicht mehr in der Lage, den Dalkelauf durchzuführen. "Ich habe schon ein Team von 25 Mitarbeitern zusammen" Werner Huch (72), der mit Horst Lukas (73) aus Altersgründen künftig ebenfalls kürzer treten wollte, suchte bei anderen Gütersloher Vereinen nach Interessenten, stieß aber weder bei der DJK Gütersloh noch beim SV Spexard und dem Post SV Gütersloh auf die erhoffte Resonanz. Als Sabine Röhrs über eine NW-Meldung von der Suche erfuhr, schaltete sie schnell und wurde sich rasch mit der FLG einig. "Der GTV kann das stemmen", ist sich die forsche Vorsitzende sicher. Verlassen kann sie sich auch auf die Unterstützung einiger langjähriger FLG-Mitarbeiter, etwa Streckenchef Stefan Reinsch.

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