Rendezvous: 10-km-Kreisrekordlerin Michelle Rannacher war die Schrittmacherin für Christoph Diekötter. - © Foto: Ewu Repsac
Rendezvous: 10-km-Kreisrekordlerin Michelle Rannacher war die Schrittmacherin für Christoph Diekötter. | © Foto: Ewu Repsac

Gütersloh Murat Bozduman und Michelle Rannacher konkurrenzlos

34. Spexarder Volkslauf: Veranstalter sind mit 317 Teilnehmern zufrieden. Heimische Läufer stark

Gütersloh. Zu einem ungewöhnlichen Rendezvous kam es kurz vor dem Startschuss zum 34. Spexarder Volkslauf: Michelle Rannacher und Christoph Diekötter (beide DJK Gütersloh) verabreden sich spontan, gemeinsam die zehn Kilometer zu rennen. „Eine Bitte von Christoph, der mit meiner Unterstützung unter 40 Minuten bleiben wollte", erklärt Rannacher nach dem Zieleinlauf. Mit der Schrittmacherin an seiner Seite kann Diekötter dann tatsächlich seinen Plan umsetzen. Er unterschreitet die 40-Minuten-Marke sogar deutlich (38:44). „Ohne Michelles Hilfe wäre ich sicherlich mehr als eine Minute langsamer gewesen", bedankt sich der 29-Jährige nach planmäßiger Zielankunft. Die künftige Gartenbau-Architektin und 10-km-Kreisrekordlerin Rannacher, die ihre Bestmarke noch in diesem Jahr weiter verbessern möchte, ist trotz gedrosselten Tempos die mit Abstand schnellste Frau. Bei den Männern siegt – ebenfalls unangefochten – Murat Bozduman von der LG Burg Wiedenbrück in 35:10 Minuten. Schon nach vier Kilometern beträgt sein Vorsprung rund 100 Meter. Auf der Fünf-Kilometer Distanz – hier ist bis König Rene Stüker und seine Königin Simone Purkhart erstmals der komplette Thron der Spexarder St. Hubertus-Schützenbruderschaft unterwegs – tauchen gleich sechs DJK-Läufer in den Top Ten auf. Und das, obwohl fast alle in der Nacht davor den 50. Geburtstag ihres Mitstreiters und Halbmarathon-Organisators Peter Oesterhelweg gefeiert haben. „Ich war nur knapp vier Stunden im Bett", sagt Oliver Knufinke, der trotz Schlafdefizits Platz zwei hinter seinem Klubkameraden Ferhad Sino belegt. Mit insgesamt 317 Teilnehmern erreicht der Klassiker nicht ganz die Resonanz der Vorjahre. „Wir sind trotzdem zufrieden. Wegen der zeitlichen Nähe zum Hermannlaufes und dem langen Wochenende hatten wir mit weniger Startern gerechnet", erklärt Mitorganisatorin Katja Appelbaum, die mit dem 88-jährigen Hans Ossoba auch den Mitbegründer des Volkslaufs begrüßen konnte.

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