Steuerkünstler: Auch in der Kurve direkt hinter dem Sprunghügel versuchen die SuperMotofahrer im Harsewinkeler Emstalstadion auf der Jagd nach Meisterschaftspunkten wertvolle Zeit gut zu machen. - © Henrik Martinschledde
Steuerkünstler: Auch in der Kurve direkt hinter dem Sprunghügel versuchen die SuperMotofahrer im Harsewinkeler Emstalstadion auf der Jagd nach Meisterschaftspunkten wertvolle Zeit gut zu machen. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel MSC Harsewinkel richtet die ersten Läufe der SuperMoto-DM aus

Uwe Kramme

Harsewinkel. Seit zwanzig Jahren findet die Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft in Saarbrücken statt. Weil das dortige Messegelände geschlossen werden soll, könnten die spannenden Auftaktrennen zu den Titelkämpfen 2017 zwischen Markus Volz (1.), Jan-Dominik Deitenbach (2.) und Dirk Spaniol (3.) am 11. und 12. März indes die letzten dieser Art gewesen sein. Zum ersten Mal um Meisterschaftspunkte geht es für die Spezialisten in dieser rasanten Motorraddisziplin, die teils auf Asphalt und teils im Gelände ausgefahren wird, ebenso traditionell im Emstalstadion. Am Sonntag richtet der MSC Harsewinkel deshalb auch die ersten beiden von zwölf Wertungsläufen der DM 2017 aus. "Wir haben in den verschiedenen Klassen fünfzehn Clubfahrer am Start", berichtet Vorstandsmitglied Tony Hanhart stolz. Mit dem Gütersloher Morten Hagemann (wie immer mit der Startnummer 34) tritt einer von ihnen auf seiner TM SMX450Fi sogar in der Königsklasse S 1 an. "Ich bin gespannt, wie Morten mithalten kann, nachdem er in den letzten Jahren nur sporadisch gestartet ist", sagt das MSC-Vorstandsmitglied. Für die beiden Läufe in Harsewinkel hat Hagemann als Gastfahrer gemeldet. "Das heißt, dass er nicht bei allen Rennen der Serie starten will", erklärt Hanhart. Tatsächlich erfordert die Teilnahme an der in der Spitze hoch professionell betriebenen SuperMoto DM einen hohen materiellen und deshalb natürlich auch finanziellen Aufwand. Die von den großen Motorradherstellern unterstützen Fahrer sind natürlich im Vorteil. Hanhart erwartet deshalb bei den Entscheidungen am Sonntag auch wieder "heiße Duelle der üblichen Verdächtigen". In der auf Motoren bis 450 ccm begrenzten, aber wegen des besten Gewicht-Leistungs-Verhältnisses schnellen Königsklasse S 1 führt Titelverteidiger Andre Plogmann das Feld an. Den Grundstein für den DM-Sieg 2016 legte der Sassenberger mit dem Gewinn der beiden Wertungsläufe im Emstalstadion. "Unsere Sandbahn scheint ihm also genauso zu liegen, wie die kurvige Kartbahn und der Sprunghügel." Für Hanhart ist der Suzukifahrer fast schon ein Lokalmatador. Den Kampf angesagt haben Plogmann aber vor allem Jan Deitenbach, Markus Claas und Petr Vorlicek, die 2016 mit den Plätzen vorlieb nehmen mussten. Ihre Premiere erlebt im Emstalstadion die Junioren- und Rookiesklasse. "Mit diesem Wettbewerb soll der Nachwuchs gefördert werden", erklärt Hanhart. "Ich bin gespannt, wie das angenommen wird." Während der MSC Harsewinkel in dieser neuen Klasse keine Fahrer stellt, ist in der Klasse S 2 für Motorräder über 450 ccm mit dem Rheda-Wiedenbrücker Benjamin Horst ein Lokalmatador am Start. In der Klasse S 3 erwartet der Veranstalter seinen Clubfahrer Fabian Heitmann sogar unter den ersten fünf. "Denn nach einem Jahr Pause hat er mit seiner Suzuki beim Training einen guten Eindruck hinterlassen", erklärt Hanhart. Ebenfalls am Start ist der Rheda-Wiedenbrücker Christopher Schenk. Weitere Wettbewerbe werden in den Klassen S 4 und Ü 40 ausgefahren. "Hauptsache es bleibt trocken", sagt Hanhart in der Hoffnung auf eine stattliche Zuschauerzahl. Für das Training aller Klassen am Samstag gewährt der MSC Harsewinkel freien Eintritt. Zu den Wertungsläufen am Sonntag dürfen Jugendliche bis 13 Jahre umsonst ins Stadion. Zuschauer bis 17 Jahre zahlen fünf Euro, alle anderen zehn.

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