Einsatzfreude: Katrin Hildebrand war einfach nur froh, dass sie nach einer Verletzungspause von über einem Jahr endlich wieder für den TV Verl Handball spielen konnte. - © Henrik Martinschledde
Einsatzfreude: Katrin Hildebrand war einfach nur froh, dass sie nach einer Verletzungspause von über einem Jahr endlich wieder für den TV Verl Handball spielen konnte. | © Henrik Martinschledde

Verl Handball-Oberligist TV Verl besiegt TSV Oerlinghausen 28:20

Hildebrand meldet sich zurück

Uwe Kramme

Verl. So angesäuert Karina Wimmelbücker nach der enttäuschenden Leistung des TV Verl bei TuRa Bergkamen (19:31) vor der Herbstpause war, so erleichtert wirkte sie, als sich der Handball-Oberligist am Samstag mit einem 28:20-Sieg gegen den TSV Oerlinghausen überzeugend zurückgemeldet hatte. Der Trainerin ("Ich hatte mir so eine Leistung zum Geburtstag gewünscht und die Mannschaft hat geliefert, danke") gefiel aber nicht nur der Blick auf die Tabelle, weil der Vorsprung des Rangzehnten auf die Abstiegsplätze jetzt vier Punkte beträgt. "Keks ist endlich da", freute sich Wimmelbücker über die starke Leistung von Mareen Stüker. Die vom Drittligaabsteiger Union Halle zu ihrem Stammverein zurückgekehrte Torfrau hätte zum ersten Mal ihre starken Trainingsleistungen im Spiel bestätigt, erklärte die Trainerin. Mareen Stüker war zwar zufrieden, dass sie "meinem Team endlich helfen konnte", relativierte aber ihre Anlaufschwierigkeiten in dieser Saison. "Neue Mannschaft, andere Spielklasse und einige Spiele, die nicht gut für uns gelaufen sind, so ungewöhnlich finde ich das gar nicht." Über "ganz neue Möglichkeiten" schwärmte die Verler Trainerin aber auch angesichts des Comebacks von Katrin Hildebrand. Die Halbrechte hatte nach einer gut einjährigen Pause nach einem Kreuzbandriss den ersten Einsatz gewagt, nachdem sie zuvor nur Siebenmeter geworfen hatte. Hildebrand spielte zwar lediglich in der 1. Halbzeit und im Angriff, deutete aber ihre Möglichkeiten bereits an. Vor der Pause hatte Josi Löbig für Hildebrand verteidigt. Im 2. Abschnitt durfte sie auch angreifen und hatte großen Anteil daran, dass der Pausenvorsprung von 14:8 sogar noch anwuchs. Den Angriff-Abwehr-Wechsel nahm Wimmelbücker nun mit Marie-Luise Oevermann und Theresa Hayn vor. Gleichwohl gab es keinen Bruch in dem von Chiara Zanghi angetriebenen Angriffsspiel. "Wir haben jedenfalls sicher und eher zu niedrig als zu hoch gewonnen", fand die Trainerin angesichts unnötiger Ballverluste in Aufbau und Abschluss.

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