Verl Auf dem Weg in die Top-8

Fußball: Regionalligist SC Verl startet mit großem Optimismus in die Saison

Verl. Viktoria Köln und Alemannia Aachen vor RW Oberhausen und RW Essen. Die Favoriten sind vor der Fußball-Regionalligasaison schnell benannt. In die Suppe spucken könnten ihnen die Sportfreunde Lotte sowie die sportlich und finanziell über noch größere Möglichkeiten verfügenden U23-Teams aus Dortmund und Mönchengladbach. Dahinter ordnet Raimund Ber- tels den SC Verl ein. „Kommen wir unter die ersten acht, war es eine gute Saison“, sagt der Vorsitzende vor dem Auftakt am Samstag gegen Kray. „Wir haben mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld, übrigens genauso viel wie im letzten Jahr, wieder einen guten Kader zusammengestellt. Ich glaube an dieses Team“, begründet der Vorsitzende des Vorjahressiebten seine mutige Zielsetzung. Bertels hat unabhängig von der Position in der Abschlusstabelle aber auch einen perspektivischen Blick auf die Serie. „Weil wir das Stadion zukunftsfähig ausbauen, ist gewährleistet, dass der Verein auf jeden Fall einen Schritt nach vorne macht – das ist wichtig.“ Anders als sein Chef ist Andreas Golombek ausschließlich auf das Sportliche konzentriert. „Wir waren im letzten Jahr Siebter und wären mit einem Sieg mehr Vierter geworden, sind also von den Topteams nicht ganz so weit weg gewesen“, rechnet der Verler Trainer vor. „Andererseits hätte es bei zwei Niederlagen mehr auch der 12. Platz sein können. Weil alles so dicht zusammenhängt, sind wieder ganz besondere Anstrengungen notwendig.“ Für einen großen Vorteil hält Golombek, dass es gelungen sei, die sehr gut eingespielte Mannschaft zusammenzuhalten. „Allerdings müssen wir Simon Engelmann ersetzen und damit 16 Tore.“ Der Coach hofft, dass nun andere den Torriecher entwickeln, der mit Engelmann an RW Oberhausen verloren ging. Weil die Neuzugänge gut eingeschlagen hätten, ist für Golombek gewährleistet, dass sich niemand auf alten Lorbeeren ausruhen kann. Trotz der günstigen personellen Ausgangsposition – bis auf Haralambos Makridis sind alle Spieler fit – hätte sich der Verler Coach gewünscht, nach Abschluss der Vorbereitung in zwei Punkten weiter zu sein. „Wir haben in den Testspielen zu viele Gegentore durch Fehler und Unkonzentriertheiten kassiert. Ich hoffe, das wird jetzt besser, weil wir nicht mehr so intensiv trainieren und es endlich wieder um Punkte geht.“ Außerdem sei er noch auf der Suche nach einem sicheren Elfmeterschützen, denn gegen Leipzig und Beckum vergab sein Team zwei Strafstöße und damit jeweils den Sieg. Zu rechnen ist mit folgender Startaufstellung: Lange – Großeschallau, Stöckner, Schmidt, Kaminski – Mikic, Schröder – Hecker, Haeder, Erwig-Drüppel – Al Ghaddioui.

realisiert durch evolver group