Vergeblicher Kriegsrat: Da konnte Headcoach Bert Smith noch so viele Tipps geben - die Bielefeld Bulldogs schafften in Köln keinen Touchdown und mussten sich mit einem 0:0 zufrieden geben. - © Oliver Krato
Vergeblicher Kriegsrat: Da konnte Headcoach Bert Smith noch so viele Tipps geben - die Bielefeld Bulldogs schafften in Köln keinen Touchdown und mussten sich mit einem 0:0 zufrieden geben. | © Oliver Krato

Bielefeld Bielefeld Bulldogs trennen sich mit ungewöhnlichem 0:0 von Köln

Football: Einmal fehlen nur 20 Zentimeter zum Touchdown

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Ganz ehrlich: Beim Blick ins Internet dachte der Berichterstatter zunächst, die Partie der Bielefeld Bulldogs bei den Cologne Falcons sei ausgefallen oder der Kölner Medienbetreuer eingeschlafen. Am Sonntagmorgen war da nämlich immer noch ein 0:0 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0) aufgeführt. Doch ein Anruf bei Max Lueg brachte schnell Klarheit. "Nein, nein, das ist kein Fehler, wir haben tatsächlich 0:0 gespielt", erklärte das Bulldogs-Vorstandsmitglied und fügte gleich an, "dass ich so etwas noch nicht erlebt habe". 48 Minuten lang gelang beiden Seiten kein Fieldgoal, geschweige denn ein Touchdown. Obwohl die Gäste einmal gaaaanz nah dran waren. "Im dritten Quarter haben wir das Ei bis 20 Zentimeter vor die Kölner Endzone getragen, es dann aber in zwei Versuchen nicht zum Touchdown geschafft", schilderte O-Liner Felix Kroll die wohl spektakulärste Szene des Spiels. Ansonsten sei es für die Bulldogs schwierig gewesen, große Raumgewinne zu erzielen: Da Felix Blissenbach wegen einer Innenbanddehnung pausieren musste, fehlte der Offense eine wichtige Anspielstation. "Die Kölner Defense hat sich voll auf Max Nolte als wichtigsten Receiver konzentriert und unser Passspiel damit weitgehend lahm gelegt", berichtete Kroll. Das Laufspiel klappte zwar ganz gut, doch da Köln engagiert verteidigte, kamen die Bulldogs nur selten in die Nähe der gegnerischen Endzone. Auf der anderen Seite ließ auch die Defense der Bulldogs nur wenig zu, so dass sich Köln schon früh darauf verlegte, sein Glück in Fieldgoal-Versuchen zu suchen. Die aber brachten allesamt nichts ein. So blieb es also bei dem wohl ungewöhnlichsten aller möglichen Footballresultate. "Wir haben das eher als eine Niederlage empfunden, da wir eindeutig die bessere Mannschaft waren", berichtete Felix Kroll, "dass die Köpfe bei uns nach dem Schlusspfiff nach unten gingen, während unser Gegner mit dem Ergebnis deutlich zufriedener war". Schon in einer Woche können es die Bulldogs im Heimspiel gegen Bonn besser machen.

realisiert durch evolver group