Mühte sich vergebens: Jonathan Warlich (l.) und die TSG Altenhagen-Heepen III hatten dem Tabellenführer TuS 97 II (hier mit Jean Zlatkovic) nicht viel entgegen zu setzen. - © Andreas Zobe
Mühte sich vergebens: Jonathan Warlich (l.) und die TSG Altenhagen-Heepen III hatten dem Tabellenführer TuS 97 II (hier mit Jean Zlatkovic) nicht viel entgegen zu setzen. | © Andreas Zobe

Bielefeld TuS 97 II nach 20 Erfolgen in Serie auf Aufstiegskurs

Handball-Bezirksliga: Das Neitzel-Team kann nach einem überlegenen 26:13-Derbysieg über die TSG III am kommenden Wochenende den Aufstieg perfekt machen

Arne Schütforth
Gregor Winkler

Bielefeld. Der mit 1:3-Punkten gestartete TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II hat seinen Fehlstart längst vergessen gemacht und Aufstieg und Meisterschaft fest im Blick. Der Mannschaft von Trainer Stephan Neitzel gelang im Derby bei der TSG Altenhagen-Heepen III der 20. Sieg in Folge. Eine unglaubliche Serie. TSG Altenhagen-Heepen III – TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II 13:26 (6:10). „Beide Torhüter haben überragend gehalten. Matze Klare für die TSG, Mirko Seliger für uns. Deshalb sind wenig Tore gefallen", berichtete TuS-97-Trainer Stephan Neitzel, der auch „gute Abwehrreihen" sah. „In meiner Wahrnehmung haben wir es verpasst, schon in Halbzeit eins einen größeren Vorsprung herauszuschießen", so Neitzel. Nachdem die Gastgeber Marius Mühlbeier mit einer Manndeckung bedacht hatten (15.), hakte das Angriffsspiel des Tabellenführers. „Unsere Abwehrleistung war über 50 Minuten top", berichtet TSG-Coach Jens Tegtmeyer, der trotzdem von einer „Lehrstunde" sprach. Die Gäste spielten im Angriff geduldig, während die TSG verzweifelt anstürmte. Nach Wiederbeginn setzten sich die Gäste zügig und vorentscheidend auf 16:8 (41.) ab. „Unnötigerweise ist es dann noch richtig deutlich geworden", befand Tegtmeyer, dessen Mannschaft in den letzten zehn Spielminuten einige Gegenstoßtore hinnehmen musste. Die TSG muss weiter bangen, während sich der TuS 97 auf das nächste Highlight freut: Am kommenden Wochenende können die Bielefelder mit einem Erfolg gegen Verfolger Werther den Aufstieg finalisieren. „Wir freuen uns tierisch darauf", sagte Neitzel. TSG: Klare/Louis/Janotte; Warlich (4), Traphöner, Kampe, Anzer (je 2), Plönnes, Al Kafri (je 1), Ludwig (1/1), Baron-Sawatzky, Petersen, Bocksch. TuS: Seliger/Grafen; M. Mühlbeier (8/1), Jahr (5), Zimmerling, Weigang (je 3), Heidemann (3/2), Markworth (2), Kristen, Kleineberg (je 1), J. Mühlbeier, Zlatkovic, Küthe, Hippe. HSG EGB Bielefeld – VfL Mennighüffen II 28:26 (12:11). Nichts liegt EGB-Coach Sven Grüger ferner, als derzeit schlecht über sein Team zu reden. Doch dem Trainer rutschte nach dem neuerlichen Sieg in Durchwurschtelmanier ein: „Werbung für den Handballsport machen wir sicher gerade nicht", heraus. Jeder wisse um die Personalsituation, die ihn zwang, im siebten Spiel die siebte Startformation aufs Feld zu schicken. Gegner Mennighüffen wollte sich dagegen aus der ersten Mannschaft verstärken, reiste jedoch ohne Aushilfen an. EGB tat sich in der einmal mehr neu formierten Abwehr schwer, lag mit 1:3 zurück, drehte das Resultat aber mühsam zum 5:4 (13.). Nach 20 Minuten hatten sich die Gastgeber auf 9:6 abgesetzt, gerieten aber vor der Pause noch mit 10:11 ins Hintertreffen. Nach dem Seitenwechsel stand es sogar 17:14 für den VfL, der bis zur 49. Minute immer vorlegte (22:21). „Wir waren aber wieder die bessere Mannschaft", versicherte Grüger. EGB: Jünnemann/Schulte; Daberkow (10/2), Fillies (6), Bethlehem (4), Halbgebauer, Hoecker (je 3), Werner, Ansorge (je 1), Elwani, Schubert, Seuthe. SG Neuenkirchen/Varensell – HT SF Senne 25:27 (12:11). Wie es zu erwarten war, stellte die harzfreie Halle in Neuenkirchen die Senner vor ein paar Probleme. „Es kam doch zum Auslassen einiger klarer Chancen", sagte HT-Coach Matthias Wieling angesichts des Sieges aber mit hörbarer Erheiterung. Auch in der Abwehr sei seine Mannschaft vor der Pause etwas zu nachlässig gewesen, so dass sich die Gastgeber im Spiel hielten (5:5, 10:10). Nach dem Seitenwechsel setzte sich Senne auf 23:18 (52.) ab, eine Zeitstrafe gegen die Bielefelder brachte Neuenkirchen noch einmal zurück. „Unser Anspruch muss es aber sein, gegen die Teams von unten zu gewinnen", sagte Wieling. Sein Team stoppte mit dem Erfolg die Serie von sechs Spielen ohne Sieg. Senne: Rudnik/Finkeldei; Cahsel (8), Höfer (3), Kuhnhenn (1), Schulze (1), Mikuszies (7), Köhler (3), Pawisa (1), Gintzel (2), Eisberg (1).

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