Auf zum letzten Gefecht: Vor dem Heimspiel gegen Fulda verabschiedeten sich (v. l.) Dwain Schwarzer, Yang Lei, Balazs Hutter und Maximilian Dierks von SVB-Abteilungsleiter Thorsten List (Mitte). - © Andreas Zobe
Auf zum letzten Gefecht: Vor dem Heimspiel gegen Fulda verabschiedeten sich (v. l.) Dwain Schwarzer, Yang Lei, Balazs Hutter und Maximilian Dierks von SVB-Abteilungsleiter Thorsten List (Mitte). | © Andreas Zobe

Bielefeld SVB-Quartett ist zum Abschied guter Laune

3. Tischtennis-Bundesliga: Das Spielerquartett der SV Brackwede wechselt geschlossen zu anderen Vereinen. Im letzten Heimspiel gibt es ein 0:6 gegen Fulda-Maberzell II

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Sie lächelten zwar auf dem Abschiedsfoto, gehen aber mit einer Träne im Knopfloch: Gestern absolvierten Yang Lei, Dwain Schwarzer, Balazs Hutter und Maximilian Dierks ihre letzten Spiele für die SV Brackwede. Nach dem Abstieg in die Regionalliga verstreut sich das Quartett in alle vier Winde. "Es war nicht nur aus sportlichen Gründen eine sehr schöne Zeit bei der SVB", erklärt Dierks, der sich für seine Entscheidung, vor zwei Jahren nach Bielefeld zu wechseln, heute noch auf die Schulter klopft. "Ich habe in der 3. Liga gegen bärenstarke Leute gespielt und unheimlich viel dazugelernt. Und außerdem hat es einfach Spaß gemacht, mit den anderen Mannschaften zu feiern und jede Menge nette Leute kennen zu lernen", sagt Dierks, der zum Regionalligisten Hannover 96 wechselt. "Dafür, dass die SV Brackwede die Spieler so gut einbindet, ist sie in der Szene mittlerweile schon bestens bekannt", lobt auch Dwain Schwarzer die "Integrationspolitik" seines jetzt Ex-Vereins. Schwarzer, der zum baden-württembergischen Oberligisten SC Staig geht, setzt genau wie Balazs Hutter (zum ASV Süchteln) in den nächsten Jahren erst einmal einen Schwerpunkt bei seinem Studium. "Vielleicht greife ich in zwei, drei Jahren im Tischtennis noch einmal an", sagt er. Yang Lei konzentriert sich dagegen noch mehr auf seinen Sport: Nach vier erfolgreichen Jahren bei der SVB wird er Trainer beim Bundesligisten Schwalbe Bergneustadt. Dort wird er vielleicht sogar zu einigen Doppeleinsätzen kommen und wohl auch für die zweite Mannschaft aktiv werden. Und sein Trainerjob beim Deutschen Tischtennisbund läuft auch weiter. "Es ist mir richtig schwer gefallen, mich gegen die SVB zu entscheiden", geht auch Lei mit gemischten Gefühlen. Gegen den in Bestbesetzung angetretenen Tabellenzweiten Fulda-Maberzell II hatte die SVB anschließend nicht viel zu bestellen, verlor aber mit 0:6 deutlich zu hoch. Vor allem das Doppel Lei/Dierks, aber auch Yang Lei in seinem Einzel gegen Keinath und Balazs Hutter im Duell mit Fischer hatten den einen oder anderen Punkt für die Gastgeber auf dem Schläger. Letztlich tat diese Heimniederlage aber niemandem mehr so richtig weh.

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