Leicht wird es nicht: Nils Strathmeier (beim Wurf) und die TSG A-H Bielefeld reisen zum TuS Möllbergen. Das Hinspiel ging klar an die Bielefelder, die sich jedoch in den vergangenen Spielen nicht immer sattelfest präsentierten. - © Oliver Krato
Leicht wird es nicht: Nils Strathmeier (beim Wurf) und die TSG A-H Bielefeld reisen zum TuS Möllbergen. Das Hinspiel ging klar an die Bielefelder, die sich jedoch in den vergangenen Spielen nicht immer sattelfest präsentierten. | © Oliver Krato

Bielefeld TSG darf sich in Möllbergen keinen Patzer erlauben

Handball-Oberliga: Die TSG A-H Bielefeld muss erneut beweisen, dass sie Spitzenreiter Spenge weiter auf den Fersen bleiben kann. Die Gastgeber sind auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen

Arne Schütforth

Bielefeld. Wer nach dem mühsam erkämpften 28:26-Sieg gegen den ASV Hamm-Westfalen II in die müden Gesichter der TSG-Spieler geguckt hat, der kann sich nur schwerlich vorstellen, dass die Bielefelder – auf Grund ihrer Personalmisere – bis zuletzt in der Position sind, von einem möglichen Ausrutscher des Tabellenführer TuS Spenge partizipieren zu können. Um sich die minimale Chance, doch noch aufzusteigen, nicht frühzeitig zu verbauen, muss die TSG A-H Bielefeld aber ihr Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten TuS 09 Möllbergen (heute, 20 Uhr) unbedingt gewinnen. „In einem Heimspiel ist Möllbergen sicher noch einmal stärker zu bewerten. Da sind sie immer für eine Überraschung gut und sehr gefährlich", warnt Boy seine auf dem Zahnfleisch kriechende Sieben eindringlich. »Wir steuern die Belastung und suchen nach Lösungen« Die personellen Voraussetzungen der Bielefelder haben sich im Vergleich zur Vorwoche kaum bis wenig verändert: Arne Kröger fällt auf Grund einer Entzündung im Knie weiter aus. „Wir müssen abwarten", wirbt Coach Boy um Geduld. Auch Abwehrchef Gustav Rydergård wird den Bielefeldern auf Grund seiner Rückenbeschwerden weiter fehlen. In der kommenden Woche soll ein MRT-Termin weitere Erkenntnisse bringen. Zudem steht hinter dem Mitwirken von Johannes Krause, der sich im Spiel gegen Hamm am Rücken verletzt hat, ein großes Fragezeichen. „Johannes konnte die Woche über nicht trainieren", klagt Boy, der aber immerhin wieder auf Nils Prüßner zurückgreifen kann. „Wir steuern die Belastung im Training und suchen nach spielerischen Lösungen, um die vielen Ausfälle irgendwie zu kompensieren", berichtet Boy. Jonas Zwaka dürfte wiederum eine Alternative für die vakanten Rückraumpositionen sein. Auch eine Formation um zwei Kreisläufer scheint nicht abwegig. Durch den 32:26-Erfolg von Augustdorf in Jöllenbeck steht der TuS 09 Möllbergen erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz. Um der Rückstufung in die Verbandsliga zu entgehen, müssen sich die Gastgeber, die lange von einem hervorragenden Saisonstart profitiert haben, wieder steigern. „Im Hinspiel haben wir ihnen sehr früh den Zahn gezogen. Da müssen wir auch heute hinkommen", formuliert Boy sein Ziel. Das Hinspiel gewann die TSG dank einer – insbesondere in der ersten Halbzeit – überzeugenden Vorstellung mit 39:29. Jetzt, in Möllbergen, dürfte es mühsamer werden.

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