Die Emotionen müssen raus: Brakes Jannis Johannmeier bejubelt hier schon den Sieg im Topspiel gegen Bad Oeynhausen. Tim Werning (l.) und Luis Merschieve (r.) sind da noch zurückhaltender. - © Andreas Zobe
Die Emotionen müssen raus: Brakes Jannis Johannmeier bejubelt hier schon den Sieg im Topspiel gegen Bad Oeynhausen. Tim Werning (l.) und Luis Merschieve (r.) sind da noch zurückhaltender. | © Andreas Zobe

Bielefeld TuS Brake lässt in der Handball-Landesliga die Muskeln spielen

24:21-Erfolg gegen HCE Bad Oeynhausen. Die Bielefelder rangieren jetzt mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. TSG II schlägt Minden-Nord

Arne Schütforth

Bielefeld. Der TuS Brake hat sich in die Position des alleinigen Aufstiegsfavoriten gespielt. Die Bielefelder besiegten Bad Oeynhausen mit 24:21 (13:9) und profitierten von der 26:30-Heimniederlage des TuS Spenge II gegen Lahde/Quetzen. Mit eben jenen Mindenern verbleibt ein einziger Verfolger, der aber auch schon drei Punkte hinter Brake liegt. TuS Brake - HCE Bad Oeynhausen 24:21 (13:9) Alles war angerichtet für das Topduell des Spieltags. Gut 400 Besucher hatten sich am Bohnenkamp eingefunden. Und Hermann Hippe, der beruflich bedingt erst spät aus Düsseldorf nach Bielefeld reisen konnte, sowie Luis Merschieve, der aus dem Skiurlaub heraneilte, kamen gerade noch pünktlich an. "Beide kamen aus dem Dauerstress, konnten die Spannung aber hochhalten", lobte Brakes Trainer Max Rittersberger, der Hippe auch direkt starten ließ. Hippe verlieh der Abwehr noch mehr Stabilität, doch es waren in erster Linie die Säulen der vergangenen Wochen, die überzeugten: "Fabian Poppe und Tim Werning haben im Innenblock einen überragenden Job gemacht", lobte Rittersberger. Im Angriff stockte es hingegen: "Wir sind insbesondere in der zweiten Halbzeit unterhalb unserer Möglichkeiten geblieben", erkannte Rittersberger. Immer wieder konnte sich HCE-Torwart Dennis Specht auszeichnen, oder die Gastgeber produzierten einfache technische Fehler. So blieb es bis zum 20:19 (53.) ausgeglichen, ehe Brake vorentscheidend auf 24:19 (58.) enteilte. "Unsere Deckungsleistung hat gestimmt - und das ist auch für die Meisterschaft entscheidend", bilanziert Rittersberger. Nach den Spielen gegen Lahde - "Eine richtig abgezockte Mannschaft" (Rittersberger) - und Spenge II, die direkt nach der Osterpause anstehen, könnte der Kampf um die Meisterschaft entschieden sein. TuS: Lyschik/Trautmann; Merschieve (7), Poppe (2), Bartczak, Werner, Lange (1), Werning, Johannmeier (5), Lause (1), Ober, Tiemann, Schulze (6/2), Hippe (2). TSG Altenhagen-Heepen II - HSV Minden-Nord 33:27 (17:11) Über 5:3 (8.), 7:5 (12.) und 10:8 (17.) kontrollierte die TSG das Spiel, ehe sich die Abwehr der Gastgeber und Torwart Tobias Ehlentrup noch einmal kräftig steigerten. "Wir haben sehr konzentriert gespielt", berichtete TSG-Trainer Dennis Gote und befand: "In der ersten Halbzeit war das eine richtig gute Leistung von uns." Die Heeper, die früh auf Simon Marquardt, der sich an der Schulter verletzt hatte, verzichten musste, enteilten über 15:11 (28.) auf 17:11 - Bjarne Franz traf in doppelter Unterzahl kurz vor der Halbzeit. Nach Wiederbeginn trafen die Bielefelder noch zum 19:12, bevor Minden-Nord allmählich besser ins Spiel fand. Einmalig konnten die Gäste auf drei Tore verkürzen (20:23, 48.), ehe die TSG wieder souverän agierte. "Unsere Personaldecke war sehr dünn, deswegen haben sich kleinere Fehler eingeschlichen. Aber wir haben mit großer Entschlossenheit gespielt und gezeigt, dass wir den Sieg einfach mehr wollten als Minden-Nord", freute sich Gote. TSG: Ehlentrup/Meise; Franz (9/1), D. Kipp (6), Egor (6/1), Schütforth (4), Eschler, Wortmann (je 3), Marquardt, Dux (je 1),Kupietz, Schröder.

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