Nichts zu machen: Ohne Spitzenspieler Yang Lei verloren Maximilian Dierks (Foto) und die SVB 2:6 gegen Herne. - © Andreas Zobe
Nichts zu machen: Ohne Spitzenspieler Yang Lei verloren Maximilian Dierks (Foto) und die SVB 2:6 gegen Herne. | © Andreas Zobe

Bielefeld SV Brackwede steigt ab und plant für den Neuanfang

Tischtennis: Nach dem 2:6 gegen Herne ist der Klassenerhalt nicht mehr zu schaffen

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Das war's dann! Nach der jüngsten 2:6-Heimniederlage gegen Ruhrstadt Herne ist der Abstieg für den Tischtennis-Drittligisten SV Brackwede nicht mehr zu verhindern. "Wir werden die Saison als Tabellenneunter oder -zehnter abschließen. Das heißt, dass es für die 3. Bundesliga nicht gereicht hat", erklärt SVB-Abteilungsleiter Thorsten List, der ab sofort die Planungen für die Regionalliga forciert. Nachdem alle Akteure der aktuellen Mannschaft schon vor 14 Tagen ihren Abschied aus Bielefeld bekannt gegeben haben, muss List ein komplett neues Team mit sogar sechs Akteuren aufbauen. "Wir werden ganz sicher auf die bewährten Kräfte aus unserer Zweiten wie etwa Stefan Höppner, Frank Wesch oder Chris Klinksiek setzen, die alle das Zeug haben, auch höher spielen zu können. Auf der anderen Seite werden wir in den kommenden Wochen aber auch drei bis vier bekannte Namen aus der Region als Neuzugänge präsentieren", deutet List an, dass er schon einige Pflöcke für die kommende Saison eingeschlagen hat. Erfreulicherweise halten wohl die meisten Sponsoren zur Stange, so dass ein neuer Angriff auf die 3. Bundesliga möglich schient. Die sonntägliche Partie gegen Ruhrstadt Herne stand von Beginn an unter einem unglücklichen Stern: Spitzenspieler Yang Lei hatte vom Arzt wegen seines Tennisarms eine vierwöchige Pause verordnet bekommen und wird auch noch am kommenden Sonntag gegen Velbert fehlen. "Es war natürlich klar, dass wir ohne ihn nicht viel würden ausrichten können", meinte Dwain Schwarzer, der immerhin im Doppel an der Seite von Maxi Dierks einen Zähler verbuchte. Der zweite Punkt ging auf das Konto von Dierks, der Hernes Ersatzmann Gambiroza sicher in Schach hielt. Alle anderen Partien verliefen mehr oder weniger einseitig zu Gunsten der Gäste, die eindeutig mehr Qualität an die Platte brachten als die Gastgeber. So war die Messe schnell gelesen: Nach gerade einmal zwei Stunden durften alle Beteiligten ihre Schläger wieder einpacken und nach Hause fahren.

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