Die D1 des TuS Brake von 2010: Thorsten Göritz, Luca Futterlieb, Julian Fleer, Sören Grenzebach, Ruben Formanowitz, Fabian Fenner Heike Mundhenke (o.v.l), Abdel Maimani, Lars Thießen, Can Özkan, Marko Ikonic, Phillip Schmidt, Serdar Aydemir, Moritz Petrikat, Marvin Mundhenke und Clemens Hofmann. Repro: NW - © NW
Die D1 des TuS Brake von 2010: Thorsten Göritz, Luca Futterlieb, Julian Fleer, Sören Grenzebach, Ruben Formanowitz, Fabian Fenner Heike Mundhenke (o.v.l), Abdel Maimani, Lars Thießen, Can Özkan, Marko Ikonic, Phillip Schmidt, Serdar Aydemir, Moritz Petrikat, Marvin Mundhenke und Clemens Hofmann. Repro: NW | © NW

Arminia TuS Brake freut sich mit Özkan

Ein „Bielefelder Jung“ ist jetzt Profi bei Arminia

Peter Burkamp Bielefeld. Es lief die 80. Minute im Spiel gegen Dynamo Dresden: Arminia hatte gerade das 2:3 kassiert, und Jeff Saibene wechselte. Am Spielfeldrand stand Can Özkan bereit, um für Florian Dick die Rolle des rechten Verteidigers zu übernehmen. Özkan, im Dezember gerade 18 Jahre alt geworden, erlebte sein Zweitligadebüt. Wenige Tage später unterschrieb er einen Profivertrag beim heimischen Zweitligisten. „Ich persönlich und der TuS haben uns sehr für ihn gefreut“, erzählt Ulrich Quermann, der als großer Arminen-Fan beim Zweitligadebüt Özkans live im Stadion dabei war. Der Fußball-Abteilungsleiter des TuS Brake kann sich noch gut an die ersten fußballerischen Versuche des jungen Can Özkan erinnern. „Sein Talent und Ehrgeiz waren schon früh zu erkennen.“ Einmal habe Özkan Senior seinen damals zehn oder elfjährigen Filius mit zum Altligatraining genommen. „Da hat Can die Mittdreißiger ganz schön vernatzt“, berichtete Quermann. Der Braker Fußball-Obmann versteht die positive Entwicklung des Neu-Profis auch als Kompliment für den TuS und den VfL Theesen, der Özkans zweiter Jugendverein vor dem DSC war. „Als Can auf den Platz lief, habe ich an die vielen ehrenamtlichen Trainer und Helfer nicht nur bei uns, sondern bei allen Fußballklubs gedacht, die für die Ausbildung der Kinder sorgen“, sagte Quermann. Er findet, dass die Arbeit der Trainer und Betreuer zu wenig Wertschätzung erfährt: „Es ist klasse, dass Can jetzt bei Arminia gelandet ist, aber bis Kinder es in den Profifußball schaffen, ist es ein weiter Weg, auf dem sie gut betreut werden müssen.“ Dabei sei es zunehmend schwerer, gute und engagierte Übungsleiter für die Jugend zu finden, betonte Quermann. Beim TuS Brake hießen Özkans Trainer Heike Mundhenke und Thorsten Göritz. „Can wollte immer schon Profi werden. Dass er es mal schaffen würde, war nicht abzusehen, aber man konnte sehen, dass er das Zeug dazu hat, höherklassig zu spielen“, erinnert sich Heike Mundhenke. Özkan sei „nicht unterzukriegen gewesen. Wenn er mal gefoult worden war, stand er sofort wieder auf. Bei uns hat er im Sturm gespielt und viele Tore geschossen“, so Mundhenke. In Brake und beim VfL Theesen dürfen sie zu Recht stolz auf ihre Jugendarbeit sein, wurde dort doch ganz offenbar die Basis gelegt, die bei Arminia seit 2012 erfolgreich ausgebaut worden ist. In Jeff Saibene hat Özkan einen Cheftrainer, dem es gefällt, junge Spieler zu fördern. Er sieht es sogar als eine seiner Pflichten an, Jungprofis zu entwickeln und gegebenenfalls gewinnbringend an einen anderen Verein zu verkaufen. „Can ist ein guter talentierter Junge mit einer super Einstellung“, lobte Jeff Saibene den Neuprofi. Als großen Pluspunkt des 18-Jährigen bezeichnet Arminias Cheftrainer dessen Vielseitigkeit. Özkan gilt aktuell beim DSC als Alternative für die Position des Rechtsverteidigers in der Viererkette. Er kann aber auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen. Erholt sich Özkan rechtzeitig von einem grippalen Infekt, könnte er zum Kader für das Spiel gegen Nürnberg zählen. „Ich bin überzeugt, wenn wir ihm Zeit geben, ihn reifen lassen, kann er über Jahre bei Arminia Stammspieler sein“, hält Saibene große Stücke auf den ehemaligen Braker Can Özkan.

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