In der Bredouille: Trotz seiner zwölf Punkte kam Mirko Derek gegen den SVD Dortmund nicht wie gewohnt zum Zug, da er ständig gedoppelt wurde. So verloren die Dolphins nach anfänglicher Führung noch deutlich. - © Andreas Zobe
In der Bredouille: Trotz seiner zwölf Punkte kam Mirko Derek gegen den SVD Dortmund nicht wie gewohnt zum Zug, da er ständig gedoppelt wurde. So verloren die Dolphins nach anfänglicher Führung noch deutlich. | © Andreas Zobe

Bielefeld Dolphins werden nach Blitzstart abgefangen

Die Dolphins müssen gegen Dortmund nach einer 23:7-Führung ihrer spärlich besetzten Bank Tribut zollen. Frauen sind in Hürth erfolgreich

Chris Huelsewede

Bielefeld. Trotz guter Gegenwehr unterlagen die Dolphins dem Tabellenzweiten SVD Dortmund mit 13 Punkten. Die Frauen brachten dagegen aus Hürth einen Sieg mit nach Hause. 2. Regionalliga: TSVE - SVD Dortmund 71:84 (45:39). In den ersten Minuten brannte der TSVE gegen die favorisierten Dortmunder ein wahres Feuerwerk ab, und ein neutraler Beobachter hätte glauben können, dass es die Bielefelder sind, die um die Meisterschaft in der 2. Regionalliga spielen. Über 9:2 und 15:3 starteten die Dolphins furios und trafen aus der Distanz fast nach Belieben. Nach sechs Minuten stand es sage und schreibe 23:7 für den TSVE. Dass diese außergewöhnliche Trefferquote aber sinken und der Offensivschwung nachlassen würde, war logisch. Dortmund fand besser ins Spiel, doch bis zur Pause hielt die Führung der Gastgeber. Anschließend machte sich bemerkbar, dass die TSVE-Bank nicht voll besetzt war. Da sowohl Nico Rixe wie auch Miles Osei grippebedingt ausfielen, darüber hinaus Noah Georgievski noch umgeknickt war, fehlten die nötigen Wechseloptionen. Coach Emre Atsür sah nach dem Seitenwechsel eine dominante Dortmunder Mannschaft: "Da waren sie einfach zu stark für uns." Vor allem Mirko Derek wurde das Leben unter dem Korb durch stetiges Doppeln der Verteidigung sehr schwer gemacht. 11:26 verlor der TSVE das dritte Viertel, Dortmund kontrollierte das Match fortan und kam zu einem ungefährdeten 84:71-Erfolg. "Es war klar, dass wir das Niveau der ersten Minuten nicht würden halten können, und Dortmunds Sieg geht natürlich in Ordnung", bilanzierte Atsür, dessen Team weiterhin Platz neun in der Tabelle belegt. TSVE: Theophil (7/1), Premaruban (3), Eckert (6/1), Lehmkühler (11/2), Masnic (9/1), Kutkuhn (8/1), Taletovic (15/1), Derek (12). ´ Frauen-Regionalliga: Hürther BC - TSVE 55:74 (27:45). Wie nach Plan lief es bei den Lady Dolphins gegen den Hürther BC, der gegen eine konzentriert agierende Bielefelder Mannschaft chancenlos war. "Wir haben uns gut auf ihr Spiel eingestellt und die richtigen Mittel gegen ihre Stärken gefunden", so Coach Emrah Turan nach der Partie. Turan hat ein schnelles und direktes Umschalten von Defense auf Offense als Plus der Hürtherinnen ausgemacht, das somit zu unterbinden galt. "Das haben wir effektiv verteidigt, damit bin ich sehr zufrieden", fand Bielefelds Trainer lobende Worte für die taktische Disziplin seines Teams. "Wir wussten außerdem, dass wir gegen Hürth viele Wurfchancen aus der Distanz bekommen würden, so wie gegen Oberhausen vor ein paar Wochen." Diesmal aber waren die Lady Dolphins hellwach und zur Stelle, als es galt, diese Chancen zu nutzen. Mit Lena Landgraf und Kristin Willms trafen gleich zwei Bielefelderinnen hochprozentig und führten ihr Team somit auf die Siegerstraße. 28 Punkte im zweiten Viertel, in dem die beiden gleich fünf ihrer insgesamt neun erfolgreichen Dreier versenkten, sollten bereits vorentscheidend sein, denn die Defense ließ an diesem Tag kaum etwas zu. Kommende Woche geht es zum Tabellenletzten Velberter SG, und da will der TSVE gleich nachlegen und einen weiteren Schritt Richtung Sicherung des sechsten Tabellenplatzes machen. TSVE: Landgraf (21/5), Hörmann, Ellermann (13), Willms (20/4), Ritzinger (6), Schmittendorf (2), Falkowski, P. (2), Falkowski, M. (10).

realisiert durch evolver group