Ausgebremst: Tobias Borgstädt (im Angriff) und der Telekom Post SV verloren beim Tabellenvorletzten in Hörde. - © Andreas Zobe
Ausgebremst: Tobias Borgstädt (im Angriff) und der Telekom Post SV verloren beim Tabellenvorletzten in Hörde. | © Andreas Zobe

Bielefeld Telekom-Volleyballer überlassen ihren Gegnern die Siege

Das Regionalligateam unterliegt ein wenig überraschend beim Tabellenvorletzten TV Hörde II im Tie-Break. Die Zweitvertretung bleibt gegen den TuS Iserlohn ohne Satzgewinn

Wolfgang Horstmann

Bielefeld. Ohne ein Erfolgserlebnis endete der 14. Spieltag für die Volleyball-Spitzenteams des Telekom Post SV. Die Regionalligamannschaft unterlag beim Kellerkind TV Hörde II etwas überraschend mit 2:3. Ohne Satz- und Punktgewinn blieb die Zweite beim 0:3 gegen den TuS Iserlohn. Regionalliga TV Hörde II - Telekom Post SV I 3:2 (18:25, 25:22, 25:20, 23:25, 15:11) "Hörde war sehr, sehr stark", spielte der Tabellenvorletzte aus der Dortmunder Vorstadt nach Aussage von Bielefelds sportlicher Leiterin Anne Schade keineswegs wie ein Abstiegskandidat. Nach dem Gewinn des ersten Satzes, in dem das Telekom-Sextett sehr gut aufschlug, konnten die Bielefelder das gezeigte Niveau nicht halten. Hörde spielte trotz des Rückstandes im Angriff sehr mutig, und Bielefelds Block musste den Großteil der gegnerischen Angriffe passieren lassen. Beide Mannschaften gaben keinen Ball verloren, und es entwickelte sich ein munteres Kampfspiel, in dem die Gastgeber die Sätze zwei und drei für sich entscheiden konnten. Die hohe Einsatzbereitschaft der Bielefelder Gäste wurde erst wieder im vierten Spielabschnitt mit dem Satzgewinn und dem 2:2-Zwischenstand belohnt. Im Entscheidungssatz wurden die Seiten mit einer 8:6- Führung dann zwar für den Tabellenvierten aus Bielefeld gewechselt. "Unserem Spiel fehlte jedoch weiterhin die notwendige Sicherheit, um diesen Vorsprung auch zum Spielgewinn ausbauen zu können", nannte Schade einen der Gründe, die zur Niederlage führten. Daneben ließ die Qualität der Aufschläge im Tie-Break zu wünschen übrig. "Und unsere Annahme, die über weite Strecken der Partie gut war, zeigte in engen Spielsituationen Schwächen", musste Schade feststellen. Die Gastgeber aus dem Dortmunder Stadtteil nutzten die Fehler des Telekom Post SV konsequent aus und sicherten sich wichtige Punkte Punkte im Abstiegskampf. Die Bielefelder belegen in der Tabelle weiterhin Rang vier. Diese gute Platzierung wollen Tim Borgstedt & Co am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den VV Humann Essen II mit einem Erfolg festigen. Oberliga Telekom Post SV II - TuS Iserlohn 0:3 (23:25, 24:26, 19:25) Gegen den Seriensieger der letzten Wochen waren Bielefelds Routiniers in den beiden ersten Sätzen ein Gegner auf Augenhöhe. "Wir haben es in den beiden ersten Sätzen aber nicht geschafft, Iserlohns hohe Fehlerquote im Aufschlag noch besser für uns zu nutzen", nannte Trainer Apostolos Kiourtidis einen Aspekt, der zum 0:2-Rückstand führte. Nachteile hatten die Gastgeber zudem im Block. Selten konnten die beiden starken Außenangreifer der Gäste oberhalb der Netzkante gestoppt werden. Die eigenen Angriffe blieben dagegen oft an den Händen der Iserlohner hängen. Im zweiten Satz unterlief dem Gastgeber zudem beim 24:24 ein selten zu sehender Aufstellungsfehler. Der verhinderte die 25:24-Führung und den möglichen Satzausgleich. In Durchgang drei sorgte Martin Kunter mit druckvollen Aufschlägen dafür, dass aus dem 9:15 ein 13:15 wurde. Geringer sollte der Rückstand nicht mehr werden, da Iserlohn die letzten Ballpunkte routiniert erspielte. Durch die Niederlage und den Erfolg des SVE Bochum gegen Levern/Rahden ist der Telekom Post SV II auf den Relegationsrang abgerutscht.

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