Wenn du ganz artig warst, steckt der Weihnachtsmann viel Schokolade in den Stiefel. TuS-97-II-Coach Stephan Neitzel erklärt Marius Mühlbeier vielleicht gerade den Nikolaustag. - © Andreas Zobe/Montage: Berger
Wenn du ganz artig warst, steckt der Weihnachtsmann viel Schokolade in den Stiefel. TuS-97-II-Coach Stephan Neitzel erklärt Marius Mühlbeier vielleicht gerade den Nikolaustag. | © Andreas Zobe/Montage: Berger

Bielefeld Was die heimischen Handballer in ihren Nikolausstiefeln finden würden

Bei der TSG A-H Bielefeld und dem TuS 97 II wäre Schokolade drin

Gregor Winkler

Bielefeld. Es ist Nikolaustag. Und so mancher Handballer der Stadt hat, auch wenn es harte Kerle natürlich nie zugeben würden, vielleicht einen Stiefel aufgestellt. Was wird wohl drin sein? Sportlich gibt es nach den ersten neun Saisonwochen sowohl Süßes als auch die Rute an die heimischen Männerteams zu verteilen. Wir haben dem Weihnachtsmann und seinem Knecht Ruprecht über die Schulter geschaut. Schokolade: Zwei Tabellenführer stellt Bielefeld in den drei überkreislichen Klassen, die mit heimischen Teams besetzt sind. In so ziemlich jeder Beziehung Flaggschiff ist natürlich die TSG A-H Bielefeld. Selbst wenn die Derbyniederlage gegen Spenge sowie die Verletzungen der Leistungsträger Gustav Rydergård und Marius Kastening die vorweihnachtliche Freude etwas trüben, dürfte der Stiefel der TSG randvoll mit feinsten Süßigkeiten stecken. Neben den sportlichen Erfolgen - das Team von Michael Boy ist weiter Tabellenführer - überzeugt der runderneuerte Auftritt Fans und Sponsoren. Strahlende Augen dürfte es auch beim Bezirksligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II geben. Das Team von Stephan Neitzel muss sich zwar den ersten Platz mit dem punktgleichen TV Werther teilen. Die Rute, die nach dem 1:3-Punkte-Start schon drohend über dem Landesligaabsteiger kreiste, ist mit sieben Siegen in Folge aber abgewehrt. "Wir haben uns stabilisiert. Wir spielen nicht immer Hurrahandball, aber das müssen wir ja auch nicht. Alles haben wir uns vernünftig erarbeitet", sagt Neitzel, der seine Schützlinge am Sonntag ins Spitzenspiel gegen Werther führen wird. Die Rute: Während der TuS 97 II und auch die HSG EGB Bielefeld als Tabellendritter sportlich schlickern dürfen, muss die TSG Altenhagen-Heepen III Knecht Ruprecht fürchten. Das Team von Jens Tegtmeyer ist Letzter der Bezirksliga. Es ist die Konstanz, die dem Aufsteiger fehlt. Viele Partien gingen nach positivem Verlauf erst in der Schlussphase verloren. So bleiben bislang kein Sieg, ein Remis und drei Punkte Rückstand auf den Vorletzten als magere Bilanz stehen. Da muss der Weihnachtsmann feststellen: Artig ist die TSG III nur beim Punkte abliefern gewesen. Lebkuchen: Sie sind nicht uneingeschränkt süß, man kann auch mal auf ein starkes Gewürz beißen. So etwas wird der TuS Brake in seinem Stiefel finden. Einerseits haben sich die Männer von Max Rittersberger als Dritter leckeres Naschwerk verdient. Andererseits bringt eine Verletztenmisere bitteren Beigeschmack, der realistische Titelträume aktuell in den Hintergrund drängt. Zuletzt erlitt Patrick Welge einen Kreuzbandriss. Obwohl die Frauenteams derzeit Spielpause haben und in diesem Text nicht vorkommen, sei als kleiner Exkurs eingefügt, dass Sarah Kehde den Trainerposten bei Verbandsligist TuS 97 übernimmt. Die verletzte 24-jährige Mittelspielerin coacht ihr Team bis Saisonende, kann sich den Inhalt ihres Nikolausstiefels also erst in einem Jahr abholen.

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