Effektiv: In der Defensive spielte Ibrahim Ndoye (l.) seine Stärke konsequent aus. In der Offensive steuerte er zudem zwölf Punkte zum Sieg der Dolphins über Hagen bei. - © Andreas Zobe
Effektiv: In der Defensive spielte Ibrahim Ndoye (l.) seine Stärke konsequent aus. In der Offensive steuerte er zudem zwölf Punkte zum Sieg der Dolphins über Hagen bei. | © Andreas Zobe

Bielefeld TSVE Dolphins schlagen Hagen souverän

Basketball: Die Bielefelder gewinnen beim 102:83 gegen BG Hagen 2 bereits ihre fünfte Begegnung in Folge. Lady Dolphins verlieren in Bonn

Chris Huelsewede

Bielefeld. Während die Männer der TSVE Bielefeld Dolphins in der 2. Basketball-Regionalliga zu Hause gegen Hagen gewannen, verlor das Frauenteam beim Regionalligaspiel in Bonn. 2.  Regionalliga: TSVE – BG Hagen 2 102:83 (57:36). Keine Mühe hatte der TSVE mit dem Tabellenletzten aus Hagen. Die Partie war bereits frühzeitig entschieden. Dzemal Taletovic und Nico Rixe waren von Beginn an zur Stelle und trafen fast nach Belieben zur schnellen 11:2-Führung (2. Minute). Hagen präsentierte sich als Mannschaft mit viel Herz, die immer wieder konsequent den Weg zum Korb suchte und sich gegen einen überlegenen Gastgeber zunächst noch erfolgreich zur Wehr setzte. Innerhalb weniger Minuten gelang es ihnen, den Anschluss wiederherzustellen, aber ein starker Zwischenspurt der Dolphins mit elf Punkten in 120 Sekunden beendete ein unterhaltsames erstes Viertel, das den Gastgeber mit 28:22 vorne sah. Das zweite Viertel ebnete dann den Weg zum fünften Sieg in Folge: Neben der Unerfahrenheit der jungen Hagener war es vor allem das Fehlen großgewachsener Spieler, das sie deutlich benachteiligte. Die Dolphins spielten mit Mirko Derek in der Offensive und Ibrahim Ndoye in der Defensive ihre Stärken konsequent aus und ließen Hagen keine Chance. Vor allem Ndoye räumte mit mehreren geblockten Schüssen die Hagener Angriffe ab und machte nachdrücklich klar, dass die Punkte in Bielefeld bleiben würden. Den größten Anteil am Herausspielen des Vorsprungs hatte allerdings der 15 Jahre junge Miles Osei, der mit einer starken Vorstellung bereits zur Halbzeit 19 Punkte auf dem Konto hatte und bester Spieler bei den Dolphins war. Das Trainergespann Atsür/Masnic nutzte nach dem Seitenwechsel die Chance, Spielzeit auf alle Akteure zu verteilen. Die eingesetzten Jugendspieler nutzten die Gelegenheit und wussten allesamt zu überzeugen. TSVE: Theophil, Georgievski, Derek (14), Lehmkühler (3/1), Masnic (9/1), Osei (21/1), Kutkuhn (4), Rixe (11/3), Premaruban (4), Ndoye (12), Taletovic (19/5), Eckert (5). Regionalliga: Bonn – TSVE 65:61 (41:27). Bei den Damen des TSVE wird die untere Tabellenhälfte wieder genauer betrachtet. Nach der knappen Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn finden sich die Lady Dolphins nun auf Platz acht wieder. „Die erste Halbzeit war enttäuschend und hat die Partie entschieden", sagte Coach Emrah Turan. Die lange Fahrt steckte dem Team wohl noch in den Knochen, denn von der sonst so starken Defensive war zu Beginn nicht viel zu sehen. „Wir haben Konzentrationsschwächen gezeigt und auch körperlich nicht gut dagegen gehalten", so Turan. Die Offensivleistung seines Teams sah er stärker – aber von Erfolg war auch die selten gekrönt. Im zweiten Viertel, das Bonn mit 17:9 für sich entschied, fanden lediglich Versuche von Lena Landgraf und Kristin Willms das Ziel. Besser agierte Bonn, angeführt von der Amerikanerin L’Oreal Gamble, die vom TSVE nicht in den Griff zu bekommen war. Gamble dirigierte ihr Team geschickt und schloss selbst immer wieder erfolgreich ab. Ein deutlich besseres Bild gaben die Lady Dolphins nach der Pause ab. Das dritte Viertel konnten sie mit zwei Punkten Differenz zu ihren Gunsten entschieden. Mit einem starken Schlussspurt machten sie es sogar noch einmal spannend, aber der aufzuholende Rückstand von bis zu 17 Punkten war an diesem Tag bereits zu hoch. Mit einer Niederlage im bevorstehenden Heimspiel gegen den punktgleichen Hürther BC würden die Lady Dolphins den Anschluss an das Tabellenmittelfeld vorerst verlieren. TSVE: Landgraf (15/3), Ellermann (14), Willms (15/1), Schalk (8), Ritzinger, Schmittendorf (4), Brinkmann, Falkowski (5).

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