Angeschlagen: Spielertrainer Emre Atsür (am Ball) kann die Dolphins gegen Hagen nur coachen. - © Andreas Zobe
Angeschlagen: Spielertrainer Emre Atsür (am Ball) kann die Dolphins gegen Hagen nur coachen. | © Andreas Zobe

Bielefeld Basketball: Dolphins-Teams in der Favoritenrolle

Den Männern fehlen gegen Hagen die Aufbauspieler Atsür und Weiss, bei den Frauen mussten einige Spielerinnen in der Herbstpause angeschlagen oder erkrankt pausieren

Chris Huelsewede

Bielefeld. Schnell wieder zurück in die Erfolgsspur wollen die Basketballer des TSVE, und im Heimspiel gegen BG Hagen 2 stehen die Vorzeichen für den nächsten Sieg gut. Die Hagener tragen momentan die rote Laterne, und bei einer Bilanz von 0:6-Siegen und einem desaströsen Korbverhältnis von 332:529 klingeln dort bereits die Alarmglocken, was den Abstieg in die Oberliga angeht. Dass ein Kampf gegen den Abstieg auch beim TSVE vor der Saison ein Thema war, ist noch nicht vergessen, und Trainer Emre Atsür möchte sich auch nicht von der zurückliegenden Siegesserie blenden lassen. "Wir wollen nach wie vor Schritt für Schritt machen und vor allem keinen Gegner unterschätzen", sagt er. Deshalb ist das in der Woche darauf folgende Spitzenspiel beim Meisterschaftsanwärter SVD Dortmund 49 noch kein Thema für die Dolphins. "Gelingt es uns, die BG Hagen zu bezwingen, haben wir ein sehr gutes Punktepolster, auf dem wir weiter aufbauen können", so Atsür. Verzichten muss der Spielertrainer beim Projekt "fünfter Sieg in Folge" allerdings auf seinen eigenen Einsatz: Eine Sprunggelenksverletzung verhindert sein Mitwirken, und da mit Olaf Weiss ein weiterer Guard mit einer Handgelenksverletzung pausieren muss, wird beim TSVE die Verantwortung im Spielaufbau ein wenig anders verteilt werden müssen. Die Partie gegen Hagen findet ausnahmsweise nicht in der Carl-Severing-Halle, sondern in der Sporthalle des Helmholtz-Gymnasiums statt. Beginn ist wie gewohnt am Samstag um 19 Uhr. Geht man nach der aktuellen Tabelle, so sind auch die Lady Dolphins klarer Favorit bei den Telekom Baskets Bonn. Nur einen Sieg konnte das Team aus dem Rheinland bisher einfahren, wohingegen der TSVE bereits deren drei hat. Dennoch sind die Vorzeichen nicht ganz so, wie Trainer Emrah Turan sich das wünscht. "Wir hatten keine gute Vorbereitung, denn von unserem schon kleinen Kader waren auch noch einige Spielerinnen krank oder angeschlagen", verweist er darauf, dass mit Lena Landgraf, Joseline Schalk und Hannah Schmittendorf drei Lady Dolphins nicht bei 100 Prozent sind. Da der TSVE bereits alle Kontrahenten, die auf den Rängen eins bis fünf stehen, hinter sich gebracht hat, gibt es nun die Chance, Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams zu sammeln und somit den Anschluss an die vorderen Ränge herzustellen. "Wir fahren nach Bonn um zu gewinnen", gibt Turan klar das Ziel für diese Partie vor.

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