Nicht wieder straucheln: Nils Grothaus (Nr. 7) geht in dieser Szene aus dem Spiel gegen Möllbergen zu Boden. Seinem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck soll das gegen Loxten nicht erneut passieren. - © Jörg Wehling
Nicht wieder straucheln: Nils Grothaus (Nr. 7) geht in dieser Szene aus dem Spiel gegen Möllbergen zu Boden. Seinem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck soll das gegen Loxten nicht erneut passieren. | © Jörg Wehling

Bielefeld Erstes Heimspiel für Handball-Oberligist TuS 97

Gregor Winkler

Bielefeld. Heimpremiere für den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Erstmals nach dem Aufstieg präsentiert sich das runderneuerte Team seinen Fans. Die Aufgabe hat viele Prädikate: Schwierig, unbequem, unberechenbar - die Sportfreunde Loxten, die zum Auftakt 28:23 gegen Hemer gewannen, zählen vielleicht nicht zur Belletage der Spielklasse, werden aber von vielen als Geheimtipp gehandelt. Immerhin, als Außenseiter sieht Coach Sven-Eric Husemann sein Team trotz der 22:27-Auftaktniederlage in Möllbergen nicht. Natürlich habe sein TuS eine Chance, die ersten Punkte einzufahren, "wenn wir im Angriff technische Fehler vermeiden. Jeder Ballverlust wird von denen sofort mit schnellem Spiel nach vorne bestraft", sagt der Bielefelder Trainer. Husemann glaubt, dass Loxten zu den Top-Fünf-Teams der Liga zählt. "Es ist kein einfacher Gegner. Die sind vorne gut eingespielt und stellen eine offensive 3:2:1-Deckung." Vor zwei Jahren kassierte sein TuS 97 ausgerechnet in Loxten die Niederlage, die zum Abstieg führte. "Da haben wir noch eine kleine Rechnung offen", stichelt Husemann. Für den nach Loxten gewechselten Torwart Pascal Welge verschiebt sich seine Rückkehr nach Bielefeld indes. Er steht an diesem Spieltag nicht zur Verfügung. Der TuS 97 muss weiter auf Leon Ludwigs verzichten. Dem Spielmacher wurden am Freitag die Schrauben aus der operierten Hand entfernt. Arne Kröger wollte sich am vergangenen Sonntag die Partie seines Ex-Klubs VfL Mennighüffen gegen den TuS Ferndorf II, nächster Gegner der TSG A-H Bielefeld, anschauen. "Aber wir haben unserer ersten Sieg doch etwas zu lange gefeiert", gab Kröger zu, dass er letztlich "schwänzte". Sein Fleißsternchen verdiente er sich dafür am Mittwoch, als er sich das Video der Partie angeschaut hatte. "Ferndorfs schlechtes Abschneiden sollte man nicht überbewerten", meinte Kröger nach der 20:37-Klatsche des TuS. Die Siegerländer seien nicht in Bestbesetzung aufgelaufen. "Wenn sie mit diesem Kader gegen uns antreten, muss es aber ein Pflichtsieg werden", erklärte Kröger. Bei solchen Forderungen wird sein Coach hellhörig: "Man muss ganz vorsichtig sein. Leichte Spiele gibt es in dieser Liga nicht. Mennighüffen hatte sicher einen Sahnetag und Ferndorf hat viele technische Fehler gemacht. Das wird ihnen nicht noch einmal passieren", warnt er. Der TuS habe ein junges Team, technisch gut ausgebildet, das viel Risiko gehe. Die TSG müsse körperlich dagegen halten. "Wir müssen wieder brennen - wenn das Feuer nicht bei jedem an ist, haben wir schlechte Karten", so Boy, der um den Einsatz von Keeper Max Kroll und Tobias Fröbel (beide Rückenprobleme) bangt.

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