Ausgebremst: Arne Hofemeier (r.) und der TuS 97. - © Jörg Wehling
Ausgebremst: Arne Hofemeier (r.) und der TuS 97. | © Jörg Wehling

Bielefeld Doppelte Zeitstrafe bricht TuS-97-Handballern das Genick

Nach Fehlstart und viel Kampf bremst sich der Aufsteiger beim 22:27 selbst aus

Gregor Winkler

Bielefeld. Die Hoffnung auf einen Auswärtssieg bei der Rückkehr in die Oberliga – sie keimte nur rund zehn Minuten lang. Am Ende unterlag der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck beim Mitaufsteiger TuS Möllbergen mit 22:27 (13:13). Es begann haarsträubend. Der TuS kam in der Anfangsphase gegen die mit viel Tempo spielenden Gastgeber gehörig unter die Räder. In der vierten Minute erzielte Till Kraatz einen Treffer, ansonsten schlug es nur im Gehäuse der Bielefelder ein. Altvater, Witte oder Camen – der TuS netzte von allen Positionen ein und lag zum Ende dieser Sturm- und Drangphase mit 7:1 vorne. Dann erwachte der TuS 97. Arne Hofemeier übernahm die Regie und die Abwehr stabilisierte sich. „Mit viel Kampf sind wir zurück ins Spiel gekommen", sagt Trainer Sven-Eric Husemann. Beim 9:8 (19.) gelang der Anschluss, pünktlich zur Pause glich der TuS 97 aus (13:13). Die Phase um die Pause herum ließ einen Sieg möglich erscheinen, denn die Neuzugänge Jakob Röttger, Arne Kämper und Routinier Daniel Meyer brachten die Gäste mit 17:14 (37.) in Front. „Und plötzlich verlieren wir völlig den Spielfluss", beschrieb Husemann, dass wie aus dem Nichts der Faden riss. „Vielleicht hat die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet. Wir müssen das noch analysieren", sagte er. Die Durchschlagskraft im Angriff erlahmte. Immerhin hielten die Bielefelder den Anschluss. Doch als beim 24:21 gleich zwei seiner Schützlinge (Begemann und Kämper) eine Zeitstrafe kassierten, erkannte auch Husemann: „Das war der Genickbruch." Die verbleibenden vier Minuten nutzte Möllbergen zum 27:21. TuS 97: Trittin/Weinholz; Grothaus (2), Kraatz (2), Heins (4), Niehaus, Hofemeier (2), Röttger (2), Meyer (6/2), Pieper, Braunheim, Begemann, Kämper (4), Klapdohr.

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