Los geht’s: Der Startschuss über die Fünf-Kilometer-Strecke ist erfolgt. Hendrik Pohle (Nummer 208) wurde in diesem Rennen Zweiter. Über zehn Kilometer gewann der Athlet der SV Brackwede. - © Claus-Werner Kreft
Los geht’s: Der Startschuss über die Fünf-Kilometer-Strecke ist erfolgt. Hendrik Pohle (Nummer 208) wurde in diesem Rennen Zweiter. Über zehn Kilometer gewann der Athlet der SV Brackwede. | © Claus-Werner Kreft

Bielefeld Die SVB-Trümpfe stechen beim Sudbracklauf

Die 26. Auflage bringt eine Rekordbeteiligung und einen neuen Staffel-Streckenrekord

Claus-Werner Kreft

Bielefeld. Auch die 26. Auflage des Sudbracklaufs wurde zu einem Erfolg für den SCB 04/26. Organisator Mathias Schubert zeigte sich überrascht und erfreut, dass die Resonanz sogar noch etwas stärker war als beim Jubiläumslauf vor zwölf Monaten: „Insgesamt hatten wir heute 443 Teilnehmer, das ist eine neue Rekordzahl für uns." Mit einem erstmals eingesetzten Zeitauswertungssystem gab es noch das eine oder andere Problem und leichte Verzögerungen. Das aber konnte die erneut gute Stimmung nicht trüben. Bei angenehmen Wetterbedingungen, vor begeistert applaudierenden Zuschauern und einer reizvollen Parklandschaftskulisse wurden die fünf Kilometer zum ersten Höhepunkt. Die Brackweder Leistungsläufer Adam Janicki und Hendrik Pohle setzten sich gleich ab und hielten ihr hohes Tempo bis zum Ziel durch. Im knappen Spurtduell, das aber nicht verbissen ausgekämpft wurde, lag dann Janicki ganz knapp vor Pohle, beide blieben mit 16:18 bzw. 16:19 Min. überraschend klar unter der Vorjahrs-Siegerzeit des Dortmunders Michael Wilms (17:15). Als dritter Bielefelder lief Tobias Oberwittler (TSVE) auf Rang vier ins Ziel, gefolgt von seinem Vereinskollegen Oliver Mußgnug, der die M-40-Wertung gewann. Bei den Frauen dominierte von Beginn an die Vorjahrszweite Katrin Walter (LF Bönen, W35); aber die nächsten Plätze gingen nach Bielefeld: Unangefochten wurde Nina Haase (SVB) Zweite vor den TSVE-Läuferinnen Larissa Antweiler und Nadine Serafinowski. Auf der doppelt so langen Hauptdistanz, die einen interessanten Schlusspunkt des vielseitigen Programms setzte, trat Hendrik Pohle noch einmal an. Der 28-jährige „Titelverteidiger" sah sich allerdings nicht in Bestform: „Nachdem ich in Borgholzhausen über 800 m Tempo für Tjard Gößling gemacht habe, erwischte es mich mit einem Magen-Darm-Infekt. Und dann noch mit einer Blockade im Fußgelenk." Seine beiden Sudbracklauf-Starts sollten also dem Neuaufbau dienen. Aber mitten im 10-km-Rennen, als er sich schon klar vom Feld gelöst hatte und einsam an der Spitze lag, meldeten sich die Magenprobleme zurück: „Ich musste das Rennen unterbrechen und zur Toilette, in diesem Fall in die Büsche." Die Zuschauer im Start/Ziel-Bereich wunderten sich, dass Pohles großer Vorsprung plötzlich arg geschrumpft war. Der Brackweder brachte seine Führungsposition doch noch ins Ziel, musste sich aber mit 35:05 Min. (nach 34:08 Min. im Vorjahr) begnügen. Carl-Philipp Mußgnug (TSVE), Überraschungssieger des Jahres 2015, wurde Vierter vor seinem Bruder Oliver, der sich wie schon zwei Stunden zuvor über 5 km platzierte. Das Frauenrennen gewann die von Beginn an führende Bielefelderin Antje Pyl, Ehefrau des früheren Hermannslaufsiegers und Top-Marathonläufers Theo Pyl. „Ich laufe noch täglich meine Runde", berichtet sie, „bin aber wegen unserer beiden Kinder nicht mehr leistungssportlich orientiert." Frühzeitig war auch klar, dass der Lokalmatadorin von den Sudbrack-Läufern, Susanne Reichert (wie Antje Pyl W40-Seniorin), der zweite Platz nicht zu nehmen war. Die Mitte des Programms – zwischen dem „Fünfer" und dem „Zehner" – war wieder dem vier mal 800-Meter-Staffelrennen vorbehalten. Auf nicht offiziell vermessenem Kurs ging es für jeden Läufer zweimal um den Teich. Hier gelang dem zwei Generationen einschließenden SVB-Quartett Tjard Gößling (U 20), Jos Gößling (U 18), Boris Pieper (M 45) und Adam Janicki (Hauptklasse) mit 8:07 Minuten ein neuer Streckenrekord. Auch der zweite Platz ging mit rekordnahen 8:10 Minuten an eine Staffel der SV Brackwede. Keine Rolle spielte die Zeit für das Prominententeam, das die frühere Deutschen Marathonmeisterin Ilona Pfeiffer und Bielefelder Persönlichkeiten von der Presse und den Stadtwerken bildeten.

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