Volles Programm: Das Grasbahnrennen des DMSC Bielefeld verspricht am Sonntag ein echtes Spektakel zu werden. - © Sarah Jonek
Volles Programm: Das Grasbahnrennen des DMSC Bielefeld verspricht am Sonntag ein echtes Spektakel zu werden. | © Sarah Jonek

Bielefeld DMSC garantiert Spannung beim Grasbahnrennen

Motorsport: Der DMSC Bielefeld hat in diesem Jahr bewusst auf die Bewerbung um einen Prädikatslauf verzichtet. So kann der Verein ein richtig schönes Rennen mit einem spannenden Austragungsmodus anbieten

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Auf dem Leineweberring wird es am Sonntag ab 14 Uhr richtig voll - und das nicht nur auf den Zuschauerrängen, auf denen der DMSC Bielefeld zu seinem traditionellen Grasbahnrennen laut Schatzmeister Markus Böke wieder "3.000 plus x Besucher" erwartet. Auch auf der Bahn selbst könnte es sich knubbeln, schickt der Veranstalter doch pro Lauf sieben statt der gewohnten fünf Fahrer ins Rennen. Das liegt daran, dass der DMSC Bielefeld sich heuer nicht um einen Prädikatslauf beworben, sondern "ein richtig schönes Rennen der alt bekannten Art" (Pressesprecher Stephan Prante) veranstaltet. "Obwohl Europa- und Weltmeisterschaften bei uns ja schon eine gewisse Tradition haben, sind wir gar nicht traurig, sondern freuen uns, mal wieder zurück zu den Wurzeln gehen zu können", sagt Rennleiter Michael Junklewitz. Somit muss der Verein sich nicht groß mit Auflagen des Internationalen Motorsportverbandes beschäftigen, sondern kann mit einem speziellen Austragungsmodus für enorme Spannung sorgen. So gibt es in der 500-ccm-Soloklasse ein jeweils aus sieben Fahrern bestehendes A- und B-Feld, das immer komplett auf den Kurs geschickt wird. Nach vier Läufen pro Gruppe kommt es abschließend noch zum großen Finale, für das sich die ersten Fünf der A-Klasse und die beiden besten B-Fahrer qualifizieren. "Wir haben bei der Zusammensetzung der Felder darauf geachtet, dass in etwa gleich starke Fahrer aufeinandertreffen. Damit und weil immer sieben Motorräder gleichzeitig losfahren, sind Positionskämpfe und Überholmanöver programmiert", verspricht sich Junklewitz für den Renntag am 28. Mai Sonntag besonders attraktive Läufe. Ein Blick auf die Startliste tut ein Übriges, um den Bahnsportfans den Mund wässrig zu machen. So stellt sich mit Martin Smolinski Deutschlands umstrittenster, aber vielleicht bester Fahrer der Herausforderung durch die drei niederländischen Teamweltmeister Jannick de Jong, Theo Pijper und Dirk Fabriek. Das A-Feld, das durch Stephan Katt und die beiden Engländer James Shanes (aktueller Grasbahn-Europameister) und Andrew Appleton komplettiert wird, ist so stark, dass für Top-Leute wie Bernd Diener und Christian Hülshorst nur ein Platz in der B-Kategorie bleibt. "Das sind alles Jungs, die den Gashebel schön festhalten können", meint Stefan Prante - Hinterherfahrer wie bei Prädikatsrennen, bei denen auch schwächere Nationen Starplätze beanspruchen können, wird es seiner Meinung nach nicht geben. "Das Feld ist klar stärker als in den letzten Jahren", bekräftigt auch Markus Böke. Auch das weitere Programm kann sich sehen lassen. Und noch eine alte Tradition des Leinweberrings feiert ihre Auferstehung: Die drei Besten des Trainings dürfen versuchen, den Bahnrekord zu knacken. Der steht seit 20 Jahren bei 120,17 km/h für die fliegende Runde und wird immer noch vom mehrfachen Weltmeister Kelvin Tatum gehalten.

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