Fand trotz Manndecker seine Kollegen: Leon Ludwigs, Spielmacher des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, passt hier im Spitzenspiel gegen Möllbergen auf Lukas Heins. - © Christian Bendig
Fand trotz Manndecker seine Kollegen: Leon Ludwigs, Spielmacher des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, passt hier im Spitzenspiel gegen Möllbergen auf Lukas Heins. | © Christian Bendig

Bielefeld TuS-97-Handballer freuen sich über ein Remis im Spitzenspiel

Beim TuS Möllbergen holt der Tabellenführer aus Bielefeld ein 26:26, was gleichzeitig den direkten Vergleich gegen den schärfsten Verfolger sichert. Über weite Strecken liegt das Husemann-Team mit zwei Toren vorn

Gregor Winkler

Bielefeld. Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck hält seine Verfolger auf Distanz. Beim Tabellenzweiten TuS Möllbergen holte der Bielefelder Klassenprimus ein 26:26 (11:13) und bleibt so mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze der Verbandsliga. "Es ist sicher ein gutes Ergebnis, weil wir durch das Unentschieden auch den direkten Vergleich gewonnen haben", sagte der sportliche Leiter Thorsten Lehmeier, der aber auch zugab: "Vielleicht freuen wir uns erst so richtig darüber, wenn diese Konstellation zum Tragen kommt." Noch bleibt in der Tabelle alles beim alten. Das Spitzenspiel sei, so Lehmeier, "eins der besseren Verbandsligaspiele" gewesen. Beide Teams gingen diszipliniert in den Vergleich. Nervosität war den Kontrahenten nicht anzumerken. Die Gastgeber kamen zunächst besser in die Partie. Möllbergen führte mit 4:2 und 6:4. Nach 20 Minuten drehte sich das Blatt. Über 8:8 kam der TuS 97 zu seiner ersten Führung (9:8) und zwang TuS-Coach André Torge so zur ersten Auszeit. Bis zur Pause bleiben die Gäste am Drücker. Nach dem Seitenwechsel verlief die Begegnung weiter mit Vorteilen für die Bielefelder. Die Wahrnehmung des Führungspersonals war die: "Wir haben immer mit zwei Toren geführt, es aber verpasst, mal mit drei Treffern nach vorne zu gehen." Das sagten Lehmeier und Coach Sven-Eric Husemann unisono. Es war fast richtig und für die Phase ab der 37. Minute zutreffend. Einmal, beim 15:12 durch Justin Mühlbeier, war die Husemann-Sieben allerdings weiter weg. Der Tabellenführer profitierte von einer starken Abwehr. "Wir haben sie zu Schüssen aus dem Rückraum gezwungen", so Husemann. Vorteile hatten die Bielefelder auch auf der Torwartposition, wobei diesmal nicht Christian Trittin, sondern David Weinholz glänzte. Vier Siebenmeter hielt der Keeper, bei drei weiteren schüchterte er den Schützen derart ein, dass dieser vergab. Möllbergen versuchte es sukzessive mit Manndeckung. Zuerst erhielt Leon Ludwigs einen Sonderbewacher. "Dann kam Nils Grothaus ins Laufen und machte drei Tore in Folge", beschrieb Husemann. Auch der Rückraummann bekam einen "Schatten". "Darauf mussten wir uns erst einstellen", gab Husemann zu. Insgesamt sei es ein Spiel mit einigen technischen Fehlern, aber auch mit Spannung und Emotion gewesen. Ausgerechnet beim 25:23 für den TuS 97 vergab Christian Niehaus seinen einzigen von neun Siebenmetern. Beim 25:25 gleich Möllbergen aus. Nach dem 26:25 durch Ludwigs und dem erneuten Ausgleich durch Jan Camen hatte der TuS 97 ein letztes Mal Ballbesitz, kam aber nicht mehr zum Torerfolg. Lehmeier brauchte einige Zeit, um sich mit dem Resultat anzufreunden: "Wenn du 50 Minuten lang geführt hast, ist es sicher schwerer von einem Punktgewinn zu sprechen. Aber das Remis nützt uns sicher mehr." TuS 97: Weinholz/Trittin; Grothaus (5), Kraatz (1), Heins (2), Niehaus (8/8), Hofemeier, Meyer (2), Ludwigs (4), Schulte, Ronning, Mühlbeier (2), Begemann, Kiel (2).

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