Zum Verzweifeln: Dolphins-Coach Emre Atsür fragte sich gegen Düsseldorf des öfteren, was sein Team da auf dem Feld trieb. - © Andreas Zobe
Zum Verzweifeln: Dolphins-Coach Emre Atsür fragte sich gegen Düsseldorf des öfteren, was sein Team da auf dem Feld trieb. | © Andreas Zobe

Bielefeld TSVE-Basketballer taumeln dem Abstieg entgegen

Schwache Leistung beim 74:94 gegen Düsseldorf lässt die Hoffnung schwinden

Chris Huelsewede

Bielefeld. Der Hoffnungsschimmer, dass der TSVE nach dem überlebenswichtigen Sieg beim SV Hagen-Haspe noch einmal die Kurve kriegen könnte, währte nur kurz. Denn gegen die ART Giants Düsseldorf hätte unbedingt nachgelegt werden müssen, aber diese Chance wurde nicht genutzt. Die klare 74:94-Heimniederlage bedeutet nun, dass die Dolphins den rettenden zwölften Platz in der 1. Basketball-Regionallga zu 99 Prozent nicht mehr erreichen werden. Streng genommen reichte das erste Spielviertel bereits aus, um allen Anwesenden klar zu machen, dass Düsseldorf den Sieg mit nach Hause nehmen würde. Mit 13:29 gingen die Dolphins in den ersten 10 Minuten unter. Gleich vier der startenden Akteure (Chris Lee, Robin Richter, Yuliy Arabazhiyski und Bastian Landgraf) blieben im ersten Abschnitt ohne Punkte, und hätte Jan Brinkmann nach seiner Einwechslung nicht gleich Präsenz gezeigt, wäre das Zwischenergebnis für die Bielefelder noch unangenehmer ausgefallen. Auf Düsseldorfer Seite drehte der Litauer Paulius Kleiza dafür mächtig auf und erzielte zehn Punkte bei nur einem Fehlversuch aus dem Spiel heraus. Entsprechend verärgert war TSVE-Coach Emre Atsür über das Defensivverhalten seines Teams: "Unsere Verteidigung im 1:1 war schwach, wir haben es Düsseldorf von Beginn an viel zu einfach gemacht, und sie haben uns konsequent bestraft." Ein unwesentlich besseres Bild gab der TSVE im zweiten Durchgang ab, denn erneut kassierte man mit 25 Punkten eindeutig zu viel, als dass der Rückstand hätte reduziert werden können. Im Angriffsspiel lief es weiterhin nicht rund, aber Peter Marcic gab seinem Team zumindest wichtige Impulse, und obwohl er aus der Distanz erfolglos blieb, sorgte er mit fünf Treffern aus dem Spiel heraus maßgeblich dafür, dass der Schaden vor der Pause nicht viel größer wurde. Der Halbzeitstand von 34:54 gab aber kaum noch Anlass zu großen Hoffnungen. »Wir haben unsere letzte Chance nicht genutzt« Die zweite Hälfte der Partie ist dann auch schnell zusammengefasst: Düsseldorf spielte ruhig und effektiv weiter und präsentierte sich sehr stabil - die Dolphins hingegen haderten mit sich und ihren zahlreichen . Ihre Unaufmerksamkeiten in der Defense, das bruchstückhafte Offensivspiel und zum Teil willkürlich gewählte Würfe führten unter anderem zu einer unterirdischen Statistik von gerade mal vier Treffern bei 27 Versuchen von jenseits der Drei-Punkt-Linie. Der Gast vom Rhein brachte somit den Erfolg ungefährdet nach Hause und bekam obendrein noch ein Kompliment von Emre Atsür: "Düsseldorf ist im Vergleich zum Hinspiel deutlich stärker geworden. Wir hingegen haben heute spielerisch enttäuscht und die letzte Chance auf ein Eingreifen in den Abstiegskampf leider nicht genutzt." TSVE: Brinkmann (16/1), Lee (16/2), Marcic (12), Arabadzhiyski (10), Landgraf (9), Zemhoute (6), Theophil (3/1), Kutkuhn (2), Weiss, Richter, Lehmkühler.

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