Bielefeld In Bonn hängen die Trauben für die TSVE Dolphins hoch

Basketball: Die TSVE Dolphins brauchen aber endlich mal zwei Bonuspunkte, um den Abstieg vielleicht doch noch zu vermeiden. Frauen des TSVE sind in Köln gefordert

Chris Huelsewede

Bielefeld. Die TSVE Dolphins brauchen im Abstiegskampf dringend Punkte, denn bei sechs noch ausstehenden Spieltagen wird die Luft allmählich dünn. Die nächste Chance auf einen Sieg gibt es am Samstag bei der Reserve des Bundesligisten Telekom Baskets Bonn. Das verlorene Hinspiel war exemplarisch für die Schwäche bei den Dolphins, denn beim 75:87 lief vieles nach einem bekannten Muster ab. Eine Partie, bei der man zur Pause sogar noch mit 40:37 führte, kippte anschließend, und innerhalb von zehn desaströsen Minuten war der Rückstand auf 48:64 angewachsen. Die beiden Bielefelder Topscorer der damaligen Niederlage sind nicht dabei, denn neben dem abgewanderten Dyon Doekhi kommt auch ein Einsatz für Christopher Lee noch zu früh. "Chris ist heiß und will dem Team unbedingt helfen, aber er ist nach seinem Ermüdungsbruch im Fuß noch nicht ganz so weit. Da das kommende Woche spielfrei ist, planen wir sein Comeback für die anschließende Partie gegen Herten am 4. März", legt Coach Emre Atsür den Fahrplan für die Rückkehr des reboundstarken Amerikaners fest. Dafür rückt der erste Einsatz von Robin Richter nach längerer Verletzungspause näher. Sollte er in Bonn bereits wieder erste Minuten auf dem Parkett bekommen, dürfte das Auftrieb geben. "Wir müssen an unsere zuletzt gezeigte Leistung anknüpfen und dürfen uns keine Schwächephase erlauben. Bonn ist eine sehr gut funktionierende Einheit, die als Kollektiv überzeugt. Wir müssen als Team dagegenhalten, dann ist dort für uns etwas drin", so Atsür, dem die zuletzt starke Form des Gegners nach einem deutlichen Sieg bei Frintrop und einem Überraschungserfolg gegen WWU Münster bewusst ist. Ebenfalls ins Rheinland müssen die Damen des TSVE, und zwar zum Tabellensiebten RheinStars Köln. Das Hinspiel konnten die Lady Dolphins in einem Krimi mit 56:53 für sich entscheiden, und mit diesem Erfolg stellte sich erstmals das Gefühl ein, mit dieser jungen Mannschaft in der 3. Liga mithalten zu können. In den Augen von Bielefelds Trainer Emrah Turan könnte auch das Rückspiel zu einer ganz offenen Angelegenheit werden. "Wir leben noch ein bisschen zu sehr von unserem Potenzial und haben noch recht starke Formschwankungen", so Turan, der großen Respekt vor dem Gegner hat. "Wenn es uns gelingt, unsere Stärken auszuspielen, können wir dort natürlich gewinnen, aber es wird gegen diese solide Mannschaft in jedem Fall schwer", so Turan, der nach jetzigem Stand keine Ausfälle bei den Lady Dolphins zu befürchten hat.

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