Ganz frei am Korb: In diese Situation wird Dolphin Chris Lee gegen den Spitzenreiter wohl nicht sehr häufig kommen. - © Andreas Zobe
Ganz frei am Korb: In diese Situation wird Dolphin Chris Lee gegen den Spitzenreiter wohl nicht sehr häufig kommen. | © Andreas Zobe

Bielefeld TSVE-Basketballer sind klare Außenseiter gegen Spitzenreiter Münster

Heimspiel der Dolphins am Samstag mit Rahmenprogramm. Trainer Atsür möchte positiven Trend fortsetzen. Die Damen fahren mit großen Personalsorgen nach Rhöndorf

Chris Huelsewede

Bielefeld. Eine sehr zufriedenstellende Leistung seines Teams sah TSVE-Coach Emre Atsür in Düsseldorf, dennoch wird eine Leistungssteigerung nötig sein, will man gegen die WWU Baskets Münster am Samstag ebenso gut mithalten. Die Münsteraner kommen als Tabellenführer. Mit 70,5 kassierten Punkten pro Spiel stehen sie statistisch gesehen weit vor allen anderen Teams, und die beste Korbdifferenz (+175) der Liga haben sie ohnehin. Wer nun darauf spekuliert, dass der nicht ganz ungewöhnliche Fall eintritt, bei dem der Goliath den David unterschätzt (zumal Münster in der Woche darauf zum Spitzenspiel gegen Schwelm einlädt), wird von ihrem Trainer Philipp Kappenstein ernüchtert: "Wir haben uns nach unserer Niederlage in Düsseldorf vorgenommen, bis Weihnachten kein Spiel mehr zu verlieren. Wir werden uns jetzt voll auf Bielefeld konzentrieren." Sein Pendant denkt weniger an einen Sieg, sondern mehr an die Weiterentwicklung seines Teams. "Wir müssen an die positiven Tendenzen der Partie in Düsseldorf anknüpfen und den nächsten Schritt in die gewünschte Richtung machen", sieht Atsür den Gegner nur bedingt im Kreis der schlagbaren Teams. Passend zur Vorweihnachtszeit gibt es ein Rahmenprogramm. Die Zuschauer erwartet ein Auftritt der Hiphop-Tänzer des TSVE und eine Verlosung inklusive attraktiver Preise. Alle Erlöse werden an den Uni.Blutspendedienst OWL gehen. Dank des Erfolgs gegen Münster können sich die Lady Dolphins unbelastet am Samstag auf die Reise zu den Rhöndorf Dragons machen, auch wenn die Personalsituation besser sein könnte. An eine Rückkehr auf das Spielfeld ist für Dzenana Atsür nach ihrer Oberschenkelverletzung noch nicht zu denken, zusätzlich fallen Julia Dzeko und Johanna Grunewald mit Knöchelverletzungen aus. Und da hinter den Einsätzen von Julia Brinkmann und Alesja Janovska ebenfalls noch Fragezeichen stehen, wird der TSVE mit einem wohl zu kleinen Kader antreten, um Rhöndorf über 40 Minuten Paroli bieten zu können. "Das wird ein sehr, sehr schweres Spiel für uns", sagt Trainer Emrah Turan und betont: "Wir müssen die Zahl unserer Passfehler reduzieren und über 40 Minuten konzentriert bleiben, dann können wir das Spiel hoffentlich offen gestalten."

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