Comeback: Nach einer Saison in Soest ist Maren Sundermeier nach Bielefeld zurückgekehrt. Die frühere Spielerin des Bielefelder TTC hat beim Tennispark angeheuert. - © Andreas Zobe
Comeback: Nach einer Saison in Soest ist Maren Sundermeier nach Bielefeld zurückgekehrt. Die frühere Spielerin des Bielefelder TTC hat beim Tennispark angeheuert. | © Andreas Zobe

Bielefeld Zurück in Bielefeld: Sundermeier spielt für den Tennispark

Ihr Ex-Verein setzt in der kommenden Saison auf die Neuzugänge Hübler und Dembeck

Johnny Dähne

Bielefeld. Zvjezdan Nastic hat die Sonnencreme längst im Schrank verstaut, auch trinkt er nicht mehr so viel Wasser wie im Sommer. Nur sein Markenzeichen, die Basecap, trägt der Coach des Bielefelder TTC auch im Winter. Neben den klimatischen Veränderungen gibt es an der Voltmannstraße auch sportliche Neuigkeiten: Seit diesem Winter spielen Yonne Hübler und Tabea Dembeck für den Westfalenligisten - und das nicht nur in der Halle, sondern auch im kommenden Sommer. "Die beiden werden uns ganz klar verstärken und passen auch menschlich hervorragend in unsere Truppe", sagt Zvjezdan Nastic. Die in der Winterrunde an Position zwei gesetzte Yvonne Hübler kommt vom Regionalliga-Absteiger TC Blau-Weiß Soest nach Bielefeld. Die 24-jährige Studentin "ist fast jeden Tag in der Halle, entweder auf dem Platz oder im Fitnessstudio. Sie hatte im Sommer einen Gipsarm und ist wieder total heiß auf Tennis", berichtet Nastic. »Die Mädels sollen sich schon mal einspielen« Mit Tabea Dembeck schlägt Schwester von Pauline Dembeck aus der zweiten Mannschaft des BTTC, künftig in Bielefeld auf. Die 18-Jährige spielt derzeit an Position drei und durfte in der abgelaufenen Saison sogar für den TC Blau-Weiß Moers in der ersten Bundesliga ran. "Sie hat dort als Spielerin der zweiten Mannschaft, die in der Verbandsliga gemeldet ist, ausgeholfen", erklärt Nastic, der mit seiner Mannschaft in der Winterrunde nach drei von fünf Spieltagen auf Tabellenplatz drei liegt. Sollten seine Damen die letzten beiden Spiele gewinnen - an diesem Sonntag geht es um 14 Uhr gegen den Tabellendritten TSV Westfalia Westerkappeln, am 18. Dezember fährt die Mannschaft zu Tabellenführer TC BW Soest -, winkt das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft. Im vergangenen Jahr verlor der BTTC das Finale gegen TC Union Münster. "Klar wäre das schön für uns, doch der Sommer ist mir wichtiger. Die Mädels sollen sich schon mal einspielen und Doppelvarianten testen", erläutert Nastic. Ganz anders ist die Motivationslage beim Tennispark: Für den Aufsteiger ist das westfälische Oberhaus etwas Besonderes. "Wir haben da richtig Bock drauf und fahren im Winter gerne durch Westfalen. Für uns wäre der Klassenerhalt ein großer Erfolg", sagt Teamkapitänin Julia Poltrock, die den urlaubenden Trainer Kai Birck derzeit vertritt. Ein Sieg (6:0 gegen Hagen), ein Unentschieden (3:3 in Münster) und eine Niederlage (1:5 in Halle) stehen vor den Auftritten in Herne und gegen Deuten ) zu Buche. Die Chancen für Poltrock & Co, gegen diese beiden Teams zu punkten, stehen sehr gut, weil Herne und Deuten abgeschlagen das Tabellenende zieren. Großen Anteil an der guten Winter-Performance trägt ein Neuzugang beim Tennispark, der für die meisten Spielerinnen nur auf dem Papier tatsächlich "neu" ist: Maren Sundermeier wechselte vor einigen Wochen vom TC BW Soest an den Erdsiek, wo sie mit Lea-Katharina Jacob und Johanna Meier auf zwei ehemalige Kolleginnen trifft, mit denen sie im Sommer 2015 noch für den Bielefelder TTC in der Regionalliga aufschlug. "Maren kenne ich schon seit Jahren. Wir freuen uns alle sehr, dass sie nun bei uns spielt", sagt Julia Poltrock zu der 28-Jährigen, die in der Winterrunde bisher alle drei Einzel für ihren neuen Klub gewonnen hat. Siegreich waren am Wochenende auch Louis Weßels und Valentin Günther: Bei den Deutschen Junioren-Hallenmeisterschaften in Essen holten sie im Endspiel gegen Niklas Schell/Jannik Gieße (Vilbel/Mannheim) nach zwei Turniermatches den Doppel-Titel in der Altersklasse U18. Das 6:4, 2:6, 10:7 bezeichnete Günther als "verdient. Wir beide waren im zweiten Satz nicht ganz so konzentriert, aber letztlich konnten wir uns gegenseitig sehr gut motivieren", so "Valle", der in der U-18-Einzelkonkurrenz im Halbfinale ausschied. Schlechter lief es für Weßels: Der an Nummer eins Gesetzte schied bereits in der ersten Runde aus. Im Feld der unter 16-Jährigen erreichten Fynn Künkler (TC SuS) und Felix Steen jeweils das Achtelfinale.

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