Zu wechselhaft: Obwohl Zuspieler Stefan Pfaff phasenweise gut Regie führte, verlor die Reserve des Telekom Post SV aufgrund zu großer Leistungsschwankungen mit 2:3 in Bottrop. - © Andreas Zobe
Zu wechselhaft: Obwohl Zuspieler Stefan Pfaff phasenweise gut Regie führte, verlor die Reserve des Telekom Post SV aufgrund zu großer Leistungsschwankungen mit 2:3 in Bottrop. | © Andreas Zobe

Bielefeld Telekom-Volleyballer mit Sieg und Niederlage

Telekom Post SV I verteidigt mit einem Erfolg souverän den zweiten Tabellenplatz. Die Oberligareserve muss dagegen eine unnötige Tie-Break-Niederlage gegen Bottrop einstecken

Wolfgang Horstmann

Bielefeld. Ein weiteres Ausrufezeichen setzte die erste Männermannschaft des Telekom Post SV. Nach nur 60 Minuten reiner Spielzeit stand der 3:0-Sieg beim VfL Telstar Bochum fest. Eine vermeidbare 2:3-Niederlage musste dagegen die Zweitvertretung in der Oberligapartie beim VC Bottrop 90 hinnehmen. VfL Telstar Bochum - Telekom Post SV I 0:3 (15:25, 11:25, 16:25) Im Gegensatz zu zahlreichen hitzigen Begegnungen in der Vergangenheit verlief das samstägliche Aufeinandertreffen absolut entspannt. Verantwortlich dafür war die fast fehlerfreie Leistung des Teams von Telekom-Trainerin Anne Schade. Das 3:3 in Durchgang eins bedeutete den letzten Gleichstand. "Anschließend lagen wir ständig in Führung, und man hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren", berichtete Bielefelds Diagonalspieler Markus Witteck von einer sehr einseitig verlaufenden Partie. Erdrückend war die Dominanz des Tabellenzweiten in den Spielelementen Block und Feldabwehr. Das Zusammenspiel zwischen den abwehrenden Händen oberhalb der Netzkante und den Abwehraktionen knapp über dem Hallenboden funktionierte ausgezeichnet. Kein Ball wurde verloren gegeben - damit demoralisierte der Telekom Post SV die Gastgeber. "Jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen", sprach Witteck von einem Mannschaftssieg. "Jetzt wollen wir die gute Stimmung mit in die nächsten Partien nehmen, sollten aber keineswegs zu euphorisch werden", warnt Bielefelds Hinterfeldangreifer davor, Bruder Leichtsinn als neuen Mitspieler begrüßen zu dürfen. Mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer TuB Bocholt II und dem anschließenden Heimspiel gegen den VV Humann Essen III warten zwei Schwergewichte in den nächsten Wochen auf das Oberligateam. VC Bottrop 90 - Telekom Post SV II 3:2 (24:26, 25:18, 21:25, 25:17, 15:12) "Wir haben uns nach dem letzten Ballwechsel gefragt, ob wir einen Punkt gewonnen oder verloren haben", drückte Arnim Nölke die gespaltene Stimmungslage nach der Tie-Break-Niederlage aus. Angeführt vom stark aufspielenden Geburtstagskind Stefan Pfaff gingen Satz eins und drei an die Bielefelder Routiniers. In diesen Phasen überzeugte das Telekom-Team vor allem mit guten Aufschlägen. Zudem funktionierte in den erfolgreich beendeten Sätzen das Zusammenspiel zwischen Block und Feldabwehr. Im Angriff hatte Sascha Gorodetzki nicht zum ersten Mal die beste Erfolgsquote. Entscheidend für die Wende nach dem dritten Durchgang war die nachlassende Aufschlagsqualität. "Dadurch wurde Bottrops Annahme stabiler, und die Gefährlichkeit ihrer Angriffe nahm zu", nannte Nölke die beiden Spielelemente, die die Bielefelder von der Siegerstraße drängten. Im Entscheidungssatz fehlte nach der 9:7-Führung zudem das Quäntchen Glück, um das Ruhrgebiet als Sieger zu verlassen.

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