Auf ein Neues: Bulldogs-Sportdirektor Heiko Schreiber, Vorstandsmitglied Max Lueg und Hauptsponsor Kay Müller (v.l.) begrüßen den neuen Headcoach Willie Robinson (2. v. r.). - © Wolfgang Rudolf
Auf ein Neues: Bulldogs-Sportdirektor Heiko Schreiber, Vorstandsmitglied Max Lueg und Hauptsponsor Kay Müller (v.l.) begrüßen den neuen Headcoach Willie Robinson (2. v. r.). | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Bielefeld Bulldogs setzen auf deutsche Spieler

Football: Der neue Headcoach will eine starke Stammmannschaft aus heimischen Talenten formen

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Alles auf Anfang bei den Bielefeld Bulldogs. „Wir drücken die Reset-Taste und wollen zurück zu den Dingen, die uns einst stark gemacht haben", sagte Heiko Schreiber, der Sportdirektor des Football-Regionalligisten, bei der Vorstellung des neuen Headcoachs Willie Robinson. Will heißen, dass die 3. Liga zur Rekrutierung und Ausbildung einer starken deutschen Stammmannschaft genutzt werden soll. „Das haben wir jahrelang vernachlässigt", so Schreiber selbstkritisch. In Robinson, dem 39-jährigen bisherigen Headcoach des langjährigen GFL-2-Rivalen Lübeck Cougars, glauben die Bulldogs den richtigen Mann für einen Neuaufbau gefunden zu haben. „Es ist für mich kein Rückschritt, in die 3. Liga zu gehen", erklärte Robinson, der nach eigenem Bekunden auch Angebote aus der 1. und 2. Liga hatte: „Ich sehe vielmehr in Bielefeld eine einzigartige Chance, als Football-Lehrer tätig zu werden und nachhaltige Aufbauarbeit zu leisten." Als Beobachter der Szene sei er sich sicher, bei den Bulldogs ein entwicklungsfähiges Spielerpotenzial vorzufinden. „Der Wille, sich voll für Football zu engagieren, ist hier bei mindestens 40 bis 50 Leuten vorhanden", glaubt Robinson erkannt zu haben: „Das sind weit mehr, als mir in Lübeck zur Verfügung standen." Diese Rookies auf gehobenes Footballniveau zu heben, sei sein Job: „Genau dafür habe ich gute Dinge anzubieten." Robinson machte deutlich, dass er in erster Linie auf deutsche Spieler setzt. „Damit fangen wir an. Und wenn sich dann in einigen Wochen oder Monaten herausstellt, dass es an der einen oder anderen Stelle hakt, ist ein guter ausländischer Spieler doch nur einen Telefonanruf entfernt", sagte Robinson, der offenbar über ein exzellentes Netzwerk verfügt. Einzelheiten ließ sich Robinson beim ersten Presseterminen kaum entlocken, doch immerhin sprach er sich für Niklas Gorny als Stamm-Quarterback für die nächste Saison aus. Zudem ist der neue Coach daran interessiert, Bert Smith zu halten: „Er hat hier alle Höhen und Tiefen mitgemacht und steht irgendwie für den Bielefelder Football. Deshalb wäre es schön, wenn er bleiben würde." Am kommenden Montag nimmt Robinson sein neues Team bei einem Theoriemeeting erstmals in Augenschein.

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