Schnibbelte sich zum Sieg: Balazs Hutter holte im Einzel einen Punkt gegen Bergneustadt. - © Christian Weische
Schnibbelte sich zum Sieg: Balazs Hutter holte im Einzel einen Punkt gegen Bergneustadt. | © Christian Weische

Bielefeld Tischtennis-Drittligist SV Brackwede holt Sieg und Niederlage

Hutter entnervt seinen Gegner und gewinnt die Schlüsselpartie

Gregor Winkler

Bielefeld. Es war das Großkampfwochenende für die Drittliga-Tischtennisspieler der SV Brackwede. Nach einer ärgerlichen 3:6-Niederlage am Samstag gegen den TuS Celle entschädigte sich die Equipe um Yang Lei mit einem 6:1-Erfolg im dritten Heimspiel gegen Bergneustadt II. „Vor einer Woche gegen Hamm hatten wir keine Chance, weil die doch im entscheidenden Moment immer das Quäntchen besser sind. Aber gegen Celle, die ich auch hoch einschätze, hätten wir tatsächlich gewinnen können", bilanzierte SVB-Abteilungsleiter Thorsten List die zurückliegende Woche. Zum allgemeinen Fazit gehört auch, dass das Doppel Lei/Schwarzer immer besser in Fahrt kommt. Gegen Celle und auch gegen Bergneustadt sicherten die beiden jeweils die ersten Punkte. „Endlich haben wir mal ein Doppel gewonnen", freute sich Dwain Schwarzer schon vor der sonntäglichen Partie. In den Einzeln patzten Lei und Hutter gegen Celle dann. „Das war sehr ärgerlich. Ich habe zu viele Chancen verpasst und leichte Fehler mit der Vorhand gemacht", erklärte Lei, der am Sonntag dafür mit zwei glatten Dreisatz-Siegen zum Erfolg beitrug. Balazs Hutter stand nach seiner Verletzung, einer Entzündung im Ansatz der Bizepssehne, erstmals wieder im Kader. Erst seit Mittwoch kann die Nummer zwei wieder trainieren. Gegen Bergneustadt brauchte er Zeit, vergab im Doppel zweimal entscheidende Punkte und wirkte auch im Einzel gegen Kushov teilweise ängstlich. „Das war doch etwas zu defensiv", gab er zu. „Hutter gegen Kushov war die Schlüsselpartie", sagte List. Der Bielefelder spielte nach einem 8:11 im ersten Satz angriffslustiger, führte im zweiten Durchgang mit 8:0 und 10:1. Im Dritten entnervte er seinen Gegner endgültig, der sah sogar die Gelbe Karte. Im anschließenden Ballwechsel ließ Kushov seinen ganzen Frust an einem Schmetterball aus, den Hutter aber aus scheinbar aussichtsloser Position auf die äußerste linke Ecke des Tisches returniert. Die Nummer zwei der SVB nutzte diese mentale Überlegenheit, holte die Sätze drei und vier und brachte sein Team mit 3:1 in Führung. Dierks und Lei punkteten ebenfalls. Im spannenden Fünfsatz-Match zwischen Schwarzer und Markus Grothe fiel die Entscheidung. Lange Ballwechsel begeisterten das Publikum. „Ich kam mit seinen Aufschlägen nicht zurecht", meinte Schwarzer. Er stellte seine Taktik um, ließ Grothe schmettern, returnierte aus langer Distanz und zwang den Bergneustädter so zu Fehlern. Das zahlte sich aus, so dass die Gastgeber ihren zweiten Sieg einfuhren. „Wir werden immer euphorischer", sagte Balazs Hutter, „ich glaube mit dem Team ist ein Platz unter den ersten vier drin."

realisiert durch evolver group