Topscorer: Dyon Doekhi brachte es gegen Grevenbroich auf 18 Punkte für die Dolphins. Trotzdem ging die Partie verloren. - © Christian Weische
Topscorer: Dyon Doekhi brachte es gegen Grevenbroich auf 18 Punkte für die Dolphins. Trotzdem ging die Partie verloren. | © Christian Weische

Bielefeld TSVE Dolphins verpassen durch schlechte Freiwurfquote die Führung

Dolphins schlagen Einladung der Gäste aus

Chris Huelsewede

Bielefeld. Die leisen Hoffnungen auf einen zweiten Sieg, die es bei den Regionalliga-Basketballern der TSVE Dolphins in der Woche gegeben hatte, erfüllten sich gegen die BSG Grevenbroich nicht. Dafür besaß der Gast individuell zu viel Potenzial, das die Dolphins im Kollektiv nicht effektiv genug bekämpfen konnten. So stand am Ende eine 78:87 (37:47)-Heimniederlage gegen den Tabellendritten. Offensiv war es Chris Lee, der früh Akzente im TSVE-Spiel setzte und acht seiner insgesamt 14 Punkte in den ersten fünf Minuten erzielte. Grevenbroich präsentierte sich als ausgeglichen besetztes Team, bei dem das Scoring sich auf alle aktiven Spieler fast gleichmäßig verteilte. Grevenbroichs spielte seine Stärken im 1:1–Spiel konsequent aus, und die Team-Defense der Bielefelder funktionierte zu selten, um die Gäste erfolgreich stoppen zu können. Stand es nach zehn Minuten noch 18:22 aus Bielefelder Sicht, so konnte der Gast sich im zweiten Abschnitt erstmals deutlicher absetzen. Einem Dreier von Robin Richter folgte zu lange nichts Substanzielles im Angriff des TSVE, und bis zur 17. Minute hatte der Gast, bei dem Marko Boksic und Farid Sadek das Heft mehr und mehr in die Hand nahmen, seinen Vorsprung auf 13 Punkte erhöht. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung nach der Pause sollte den Dolphins helfen, wieder zurück in die richtige Spur zu finden, und tatsächlich gestaltete sich die Partie in der Folgezeit wieder etwas offener. Aufbauspieler Dyon Doekhi mit wiederholt starkem Zug zum gegnerischen Korb und erneut Robin Richter, der zweimal aus der Distanz erfolgreich war, hielten den TSVE im Geschäft. Als Yuliy Arabadzhiyski nach einem nicht kontrollierten Defensivrebound Grevenbroichs mit krachendem Dunk zur Stelle war, begann die stärkste Phase der Dolphins. Und beim Stand von 66:71 (35. Minute) machte der Gast den Bielefeldern sogar ein unerwartetes Geschenk: Jasper Chiwuzie, bis dahin mit hundertprozentiger Trefferquote auf dem Feld, flog aus dem Spiel, nachdem er wegen einer Meinungsverschiedenheit mit einem Mitspieler die Nerven verloren hatte und gar nicht mehr zu beruhigen war. Da es in dieser Situation durch ein noch folgendes Foul insgesamt sieben Freiwürfe für den TSVE gab, er aber nur drei davon verwandeln konnte, blieb diese Chance leider ungenutzt. „Da hat uns einfach der Killerinstinkt gefehlt", haderte Dolphins-Coach Alex Osipovitch, „in diesem Moment hätte die Partie tatsächlich zu unseren Gunsten kippen können." Grevenbroich blieb indes noch zwei Punkte vorne, beantwortete die Herausforderung mit einem 8:0-Lauf und brachte die Partie anschließend sicher nach Hause. „Insgesamt war es eine starke Vorstellung von uns, die wir mit ein wenig mehr Routine auch hätten gewinnen können", resümierte ein nicht unzufriedener Osipovitch. TSVE: Doekhi (18/1), Lee (14/1), Richter (14/4), Marcic (13), Brinkmann (10), Landgraf (4), Arabadzhiyski (2), Kutkuhn (2), Weiss (1), Theophil, Lehmkühler, Rixe.

realisiert durch evolver group