Musste aufgeben: Simon Rösner ist grippegeschwächt und klagte beim Turnier in London über starke Kopfschmerzen. - © Mansfield
Musste aufgeben: Simon Rösner ist grippegeschwächt und klagte beim Turnier in London über starke Kopfschmerzen. | © Mansfield

Paderborn Paderborner SC geht mit Personalproblemen ins Saisonfinale

Squash-Bundesliga: Beim Paderborner SC fällt das geplante Debüt des Junioren-Weltmeisters Diego Elias ins Wasser. Zudem bangt die erste Mannschaft um den Einsatz des angeschlagenen Simon Rösner

Frank Beineke

Paderborn. Endspurt in der Hauptrunde der Squash-Bundesliga. An diesem Wochenende steigen in den Staffeln Nord, Mitte und Süd die letzten Spiele. Die erste Mannschaft des Paderborner SC will im Heimspiel gegen den Bremer SC (Samstag, 14 Uhr, Ahorn-Squash) und beim 1. SC Diepholz (Sonntag, 14 Uhr) den ersten Platz in der Nordgruppe verteidigen und damit die direkte Quali für die Endrunde in Böblingen (14. und 15. Mai) schaffen. Allerdings hat der deutsche Meister ausgerechnet beim Saisonfinale akute Personalsorgen. Die PSC-Reserve muss in Seligenstadt (Samstag, 14 Uhr) und gegen den SC Monopol Frankfurt (Sonntag, 14 Uhr) ran und könnte in der Staffel Mitte noch auf Rang drei klettern. Bundesliga Nord Nur noch drei Pünktchen müssen her. Dann hätte Paderborns Erste das direkte Endrunden-Ticket in der Tasche. Eigentlich wäre dies auch eine reine Formalität, doch vor den letzten beiden Spielen gegen Bremen und in Diepholz beklagt der PSC diverse Ausfälle. Raphael Kandra ist derzeit bei einem Weltranglistenturnier in der Schweiz im Einsatz. Lennart Osthoff weilt in Australien. Und dann gab es noch zwei Hiobsbotschaften aus Lima und London. So muss Diego Elias, der am Samstag im Heimspiel gegen Bremen sein Debüt im PSC-Trikot feiern sollte, auf die Reise nach Paderborn verzichten. Der Junioren-Weltmeister aus Peru klagt über Rückenprobleme, hat von seinem Arzt ein Sportverbot erhalten und musste auch seine Teilnahme an den British Open absagen. Zudem bangt die PSC-Erste um den Einsatz von Simon Rösner, der sich einen grippalen Infekt eingefangen hat. Bei den "Canary Wharf Classics" in London gewann der Weltranglistenneunte zwar sein Auftaktmatch gegen den Engländer Charles Sharpes locker mit 3:0. Doch im Viertelfinale gegen den Australier Cameron Pilley gab Rösner am späten Mittwochabend bei einem 0:2-Satzrückstand auf. "Simon dachte, sein Kopf würde platzen", berichtet PSC-Teammanager Norman Farthing. Deutschlands bester Squashspieler kehrte gestern nach Paderborn zurück. "Erst am Samstag werden wir dann entscheiden, ob Simon spielen kann", so Farthing. Sollte Rösner einsatzbereit sein, würden Cederic Lenz, Lucas Wirths und Tobias Weggen im Heimspiel am Samstag gegen Bremen an den Positionen zwei bis vier spielen. "Und eigentlich müssten wir die Bremer packen", urteilt der PSC-Teammanager. Denn auch die Hansestädter, bei denen die Ex-Paderborner Hendrik Vössing und Edgar Schneider zum Einsatz kommen dürften, treten nicht in Bestbesetzung an. Sollte dem PSC der Dreier gelingen, wäre die Sonntagspartie in Diepholz ein reines Schaulaufen. Bundesliga Mitte Die Personalmisere bei der ersten Mannschaft hat auch Auswirkungen auf den Kader der PSC-Reserve, denn diese muss wohl auf Cederic Lenz und Tobias Weggen verzichten. Mit Akteuren wie Felix Auer, Friedel Scheel, Jairo Navarro, Philipp Kern oder Fabian Beutekamp kann aber auch die PSC-Zweite guten Gewissens in die Spiele beim Schlusslicht Court-Hoppers Seligenstadt und gegen den Tabellenzweiten Monopol Frankfurt (Sonntag, 14 Uhr, Ahorn-Squash) gehen. Für die Reserve geht es ohnehin nur noch um die Abschlussplatzierung. Rang vier ist sicher, Platz drei ist noch drin.

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