Paderborn Bei den Finke Baskets zahlt Tufegdzic das Vertrauen zurück

Basketball: Der Kanadier kommt beim Zweitligisten Paderborn immer besser zurecht. Heute ist der Profi-Neuling im wichtigen Heimspiel gegen die Rheinstars Köln besonders gefordert

Jochem Schulze

Paderborn. Die Paderborner Zweitliga-Basketballer leiden an einem kleinen Trauma. Mehr als zwei Siege in Serie sind den Domstädtern bereits seit dem Beginn des Jahres 2012 nicht mehr gelungen. Immer wieder scheiterten die Paderborner in den vergangenen vier Jahren im dritten Versuch. Heute Abend (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) nehmen die Finke Baskets im Heimspiel gegen die Rheinstars Köln einen neuen Anlauf. Die Situation hat eine pikante Note. Denn auch vor dem Hinspiel am Rhein hatten die Paderborner (gegen Gotha und Baunach) zweimal in Serie gewonnen und scheiterten dann beim 69:81 in der Kölner Arena recht krachend. Nun stehen die jüngsten Siege gegen Rhöndorf und in Essen zu Buche. Wieder geht es gegen den Liganeuling, der sich vor der Saison mit einer Wildcard eingekauft hatte. Und diese Maßnahme mit einer guten Serie rechtfertigen kann. "Die Kölner sind sehr athletisch und verteidigen gut", sagt Paderborns Cheftrainer Uli Naechster über den Gast, der zuletzt jedoch acht Auswärtspartien in Serie verlor und aktuell einen Sieg hinter den Play-Off-Plätzen zurückliegt. Bei den Hausherren ist die Personalsituation aber längst nicht optimal. Neben Ivan Buntic fällt nun auch Matt Vest aus (die NW berichtete). "Wir werden die Minuten neu verteilen", berichtet Naechster, der dabei auf Morgan Grim und Nick Tufegdzic zählt. Denn weil Phillip Daubner nun hauptsächlich auf der Position 3 spielen wird, sind Einsatzzeiten in Brettnähe übrig. Während Kapitän Grim zuletzt nicht überzeugen konnte, zahlt Profi-Neuling Tufegdzic das in ihn gesetzte Vertrauen inzwischen zurück. Dem Kanadier hat sein Weihnachtsurlaub in der Heimat gut getan. "Ich konnte über meine Rolle im Team nachdenken und habe neue Kraft gesammelt", sagt der 23-Jährige, der vor dem Fest im Schnitt 6,5 Punkte erzielt hatte. Nach dem Jahreswechsel markierte der Power Forward in sieben Partien bereits 64 Zähler. "Nick hat sich an die Anforderungen der Liga gewöhnt und einen großen Sprung nach vorn gemacht", sagt Naechster über den 2,03-Meter-Mann, der zuletzt auch zur Start-Fünf zählte. Tufegdzic weiß zudem, wie man drei Partien in Folge gewinnt. Mit den Lions seiner York University siegte er in der Vorserie nacheinander gegen die Algoma Thunderbirds, die Laurentian Voyageurs und die Nipissing Lakers.

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